Logo Innsbruck informiert
995081006_0.jpg

Schotterdamm am Inn bleibt nach Bauarbeiten unverändert

Zusätzlich werden Eintiefungen der Innsohle aufgefüllt.
Im Rahmen des Hochwasserschutzprojektes an Sill und Inn kommen die Arbeiten im Bauabschnitt 3 plangemäß voran. Aktuell stehen die Arbeiten am Altarm der Sill im Vordergrund, die im April 2011 abgeschlossen sein werden.

Bei den AnrainerInnen der nahe gelegenen Wohnhäuser sorgten die Baumaßnahmen in letzter Zeit allerdings für Besorgnis, da sich die Arbeiten auch auf den Schotterdamm, der als Naherholungsfläche in der Bevölkerung sehr beliebt ist, auswirken. Ing. Gerhard Dendl vom Projektmanagement und Ing. Christian Paoli (Amt für Tiefbau) können aber beruhigen.
„Zur Sohlbeschuppung des Altarmes wird zwar Schotter von der vorhandenen Schotterbank verwendet, wodurch sie in der Höhe geringfügig abgesenkt wird, doch in ihrer Größe und Nutzbarkeit bleibt sie erhalten und wird bereits im Frühsommer 2011 wieder zur Entspannung einladen“, so Ing. Paoli.

Parallel zum Bau des Altarmes werden momentan an der orographisch rechten Innseite auf einer Länge von rund 250 Metern Eintiefungen der Innsohle aufgefüllt, die sich flussaufwärts der Grenobler Brücke befinden und die für die Hochwasserschutz-Maßnahmen ein ernstzunehmendes Problem darstellen: Mit der Zeit könnten nämlich im Bereich dieser bis zu 5 Meter tiefen Kolken die Uferschutzbauten unterschwemmt werden, wodurch der Schutz vor einem Hochwasser nicht mehr im erwünschten Maße gegeben wäre.

Seitens der Stadt Innsbruck wurde daher in enger Zusammenarbeit mit dem Lebensministerium die Gelegenheit ergriffen, gleichzeitig mit den aktuellen Arbeiten am Bauabschnitt 3 die Auffüllung der Eintiefungen umgehend zu realisieren, da Bagger und Lastwagen noch über den im Bau befindlichen Altarm und die Schotterbank zufahren können.

„Spätestens in ein paar Jahren müssten diese Arbeiten ohnehin durchgeführt werden, nur wäre es dann notwendig, die Promenade bzw. den Radweg komplett zu sperren und den gesamten Baustellenverkehr unmittelbar vor den angrenzenden Wohnanlagen vorbeizuführen“, erklärt Ing. Dendl. „Daher ist es sehr erfreulich, dass wir diese Maßnahmen in das aktuelle Bauprojekt integrieren konnten, denn dadurch werden die Beeinträchtigungen der Lebensqualität der Anrainerinnen und Anrainer minimiert.“

Die Kosten dieser zusätzlichen Arbeiten werden zu 85 Prozent vom Bund getragen, lediglich 15 Prozent übernimmt die Stadt Innsbruck. Die Bauzeit dieser Maßnahmen beträgt insgesamt fünf Wochen.
11. Februar 2011