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Schon beim Hausbau an Öffi-Anbindung denken

Veranstaltung „Mobilität trifft Wohnen“ der Innsbrucker Verkehrsbetriebe
„Mobilität trifft Wohnen“ – unter diesem Arbeitstitel luden die Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB) über 35 ExpertInnen zur Veranstaltung ins Innsbrucker Haus der Begegnung. IVB-Geschäftsführer Martin Baltes ging es dabei vor allem darum, aufzuzeigen, „wie Wohnstandort und –Umfeld die Verkehrsmittelwahl beeinflussen“.

Laut Baltes führt die Berücksichtigung nachhaltiger Mobilität bei Planung und Entwicklung von Wohnanlagen „zu einem Mehrwert der neuen Immobilien und in weiterer Folge zu geringeren Wohn- und Mobilitätskosten für die Bewohner“.

Baltes ist nachhaltige Mobilität in Innsbruck ein ganz besonderes Anliegen. Dies belegen Beispiele wie die Zusammenarbeit mit der Neuen Heimat Tirol. So wurde in der NHT-Zentrale in der Gumppstraße ein Bildschirm mit den Bus-Fahrzeiten installiert. Gleiches gibt es in allen Gebäuden des 3. Olympischen Dorfes O3. Im Rahmen der Einzugsbegleitung sowie bei MieterInnen-Versammlungen wird das Thema ÖPNV gleich mittransportiert. IVB kooperieren auch mit der Börse für den Innsbrucker I-Bike-Fahrradverleih.

Ideen von außen brachte z. B. DI Bettina Urbanek vom VCÖ ein. Sie präsentierte das Forschungsprojekt „Wie Wohnen Mobilität lenkt“. DI Doris Bäumer vom Netzwerk verkehrssicheres Nordrhein-Westfalen berichtete des Weiteren über ihre Erfahrungen mit „Wohnstandortsbezogenem Mobilitätsmanagement“. Ing. Dr. Peter Schick erläuterte zudem das Projekt „Autoreduziertes Wohnen“ in einem Stadtteil der Partnerstadt Freiburg. Ing. Werner Windisch von der GESIBA Wien schilderte seine Erfahrungen bzgl. „Autoreduziertes Wohnen in der Bike City Wien“.

„Für Architekten sind entscheidende Erfolgsfaktoren für nachhaltiges Wohnen und die direkte Anbindung von Mobilität an den Wohnort, klare planerische Vorgaben zu bekommen und frühzeitig in den gesamten Planungsprozess integriert zu sein“, halten DI Michael Szeiler, MAS (Rosinak & Partner) und Arch. DI Claudia König (königlarch architekten) fest.

Stadtrat Mag. Gerhard Fritz fügte hinzu „ offene Diskussionen über neue Trends mit Experten und Expertinnen aus der Branche führen zu können, ist für die Stadt besonders anregend und es zeigt auf, wie wichtig Kooperationen mit den unterschiedlichen Akteuren wie Gemeinden, Wohnbauträger, Politik usw. ist. Veranstaltungen wie „Mobilität tritt Wohnen“ sind daher eine tolle Gelegenheit sich auszutauschen.“
25. September 2012