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„Schöner könnte es nicht sein“

Anna Kopp ist 100
Einen kleinen Spaziergang durch den Garten des Wohnheimes Guter Hirte in Hall wagten Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer und Anna Kopp, die am 27. Juli ihren 100. Geburtstag feierte. „Ich freue mich, dass Sie sich bei diesem Kaiserwetter für mich Zeit nehmen“, so die Worte des rüstigen und fröhlichen Geburtstagskindes, das die Bürgermeisterin in einem selbst geschneiderten Kleid aus indischer Seide begrüßte: „Ich lebe hier richtig auf.“

Bis vor kurzem lebte Anna Kopp im Innsbrucker Stadtteil Sadrach im vierten Stock ohne Lift. Nach einem Sturz entschied sie sich für das Wohnheim Guter Hirte in Hall i.T. der Barmherzigen Schwestern, in dem sich die betagte Dame sehr gut aufgehoben fühlt: „‘Sie sind eine gesunde Frau‘, hat mein Hausarzt früher immer gesagt. Darüber war ich froh, denn Gesundheit und Zufriedenheit kann einem niemand nehmen.“

Am 27. Juli 1913 in Innsbruck geboren, heiratete Anna Kopp ins Burgenland, kehrte jedoch mit ihrem Mann nach Tirol zurück: „Ich konnte mich an die neue Umgebung zwar gut anpassen, aber wenn ich die Berge sah, war ich erst richtig glücklich“. Zunächst wohnten sie in Hinterriss, wo ihr Mann als Zöllner eingesetzt war und „wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen“. Ihre Kinder beklagten sich darüber jedoch nie: „Sie haben immer gesagt: ‚Wir haben nicht viel Spielzeug, aber dafür unsere Freiheit!‘“ Später arbeitete ihr Mann am Brenner und sie übersiedelten nach St. Jodok.

Anna Kopp hat vier Kinder, vier Enkel und mittlerweile neun Urenkel. Zwei ihrer Kinder leben mit ihren Familien in Australien, wohin die reiselustige Frau neben Brasilien, die Türkei und Indien auch mehrmals reiste: „Ich habe mir die Welt angeschaut. Ich war am Zuckerhut und bin über den Himalaya geflogen, das ist mir beides unvergesslich“.
02. August 2013