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Schober-Brunnen im Stadtpark Rapoldi wieder in Betrieb

Sanierung abgeschlossen
Bei seiner Eröffnung im November 1983 wurde das Brunnenkunstwerk des Innsbrucker Künstlers Prof. Helmut Schober im Rapoldipark als „geistiges Zentrum im Stadtpark“ bezeichnet. Nach 25 Jahren und diversen Beschädigungen war der Brunnen renovierungsbedürftig: So war der Steinplattenbelag zum Teil gebrochen, da der Brunnenplatz als Wegverbindung für die Erhaltung des Parks benutzt wird und die ursprünglich verarbeiteten Steinplatten mit 2,5 cm dafür zu dünn sind.

Im Herbst 2010 konnte der Sanierungsauftrag vergeben werden. Der sechs cm hohe Granit Belag wurde neu verlegt und die Brunnenwände erneuert. Seit Mitte Mai ist der Brunnen wieder in Betrieb. Landtagspräsident DDr. Herwig van Staa, Vizebürgermeister Franz X. Gruber und der Künstler selbst übergaben den sanierten Brunnen am 27. Juli offiziell der Öffentlichkeit.

„Das Kunstwerk wurde für die Ewigkeit entsprechend adaptiert und erstrahlt in neuem Glanz“, so Vizebürgermeister Gruber: „Der Brunnen ist jetzt in dem Zustand den wir uns wünschen und wird auch von der Bevölkerung wieder gut und gerne angenommen.“

Die Arbeiten wurden in Zusammenarbeit mit dem städtischen Gartenamt durchgeführt. Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf rund 41.600 Euro.

Ein Brunnenkunstwerk lädt zur Besinnung
Der Innsbrucker Bildhauer Prof. Helmut Schober hat im Jahr 1983, nachdem er bei einem vom städtischen Kulturamt öffentlich ausgeschriebenen künstlerischen Wettbewerb mit dem ersten Preis ausgezeichnet worden war, diese neue Brunnenanlage geschaffen.

„Helmut Schober war und ist einer der bedeutendsten Künstler der heutigen Zeit, davon zeugen nicht nur vielfältige Ausstellungen in den letzten Jahrzehnten – unter anderem auch im Landesmuseum und in der Hofburg“, hob Landtagspräsident van Staa die Leistungen des Künstlers hervor, „seine ausgestellten Werke stoßen auch im Landhaus auf regen Zuspruch.“

Es handelt sich bei dem Kunstwerk um einen Bronzeguss, der die konzentrischen Wellenbewegungen, die ein ins Wasser geworfener Gegenstand auslöst, wiedergibt. Aus einer kleinen Quelle im Zentrum der horizontalen Plastik fließt das Wasser und bildet über den aus Bronze gegossenen Ringen Kreise, die sich immer wieder neu formen. Die Bewegung des Wassers über der dunkel patinierten Bronze bringt wechselnde, subtile Lichtwirkungen hervor. „Licht und Bewegung sind die tragenden Elemente“, führte der Künstler bei der Präsentation des neu restaurierten Brunnens aus: „Der Augenblick wird hier ins Unendliche verlängert – zum Perpetuum mobile.“

Auf Wunsch des Künstlers wird in den kommenden Wochen prominent vor dem Brunnen neben seinem Namen auch die Inschrift „Monument des Augenblicks“ platziert.

27. Juli 2011