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Der Spielplatz am Gutshofweg wurde vergangenes Jahr saniert und erweitert. Die Holzspielgeräte und „Chill Area“ erfreut sich bei Kindern und Jugendlichen besonderer Beliebtheit.
Der Spielplatz am Gutshofweg wurde vergangenes Jahr saniert und erweitert. Die Holzspielgeräte und „Chill Area“ erfreut sich bei Kindern und Jugendlichen besonderer Beliebtheit.

Grünanlagenamt sorgt für 129 saubere Erholungs- und Spieloasen

Das städtische Grünanlagenamt schafft mit bunten Blumeninseln und -beeten sowie gepflegten Grünflächen ein attraktives Stadtbild. Auch die Leerung der aufgestellten Abfalleimer in Parks, auf Spielplätzen und Promenaden bzw. das Aufsammeln von achtlos Weggeworfenem spielt dabei eine immer größer werdende Rolle.

Jährlich investiert die Stadt Innsbruck in ihre 129 Erholungs- und Spielplätze auf mehr als 130 Hektar Grünfläche. Neben den laufend notwendigen Reparatur- und Sanierungsarbeiten werden jährlich zwei bis drei der 81 städtischen Spielplätze generalsaniert, erweitert und erneuert. Ziel ist es, multifunktionale Spiel- und Bewegungsbereiche für unterschiedliche Altersgruppen zu schaffen, die kreatives Spielen fördern. Das städtische Amt für Grünanlagen ist dabei für die Konzeption und Umsetzung zuständig. Die MitarbeiterInnen wenden ihr Fachwissen, Engagement und vielfach auch ihr Herzblut auf, denn es geht um die Freizeitmöglichkeiten der Jüngsten. „Umso enttäuschender ist es, wenn wir Sachbeschädigungen feststellen müssen und sehen, dass nicht sorgsam mit den Anlagen umgegangen wird“, bekräftigt Stadtrat Mag. Gerhard Fritz und ergänzt: „Es liegt in der Eigenverantwortung jeder und jedes Einzelnen. Es ist wichtig die gegenseitige Rücksichtnahme und Sorgsamkeit zu leben und umzusetzen.“

Sauberkeit, besonders auf Spielplätzen

Zuletzt wurde die Spielplatzordnung im Juni 2015 vom Gemeinderat neu beschlossen und um ein Rauchverbot auf städtischen Anlagen ergänzt. Die Kinder sollen vor Passivrauchen geschützt werden. Vorrangig geht es um die Gesundheitsgefährdung durch herumliegende Zigarettenstummel. Denn obwohl auf Spielplätzen und Grünanlagen rund 1.170 Abfalleimer aufgestellt sind, werfen BesucherInnen vielfach Stummel und Unrat einfach auf den Boden. Gerade in den Spielbereichen für Kleinkinder ist für Sauberkeit zu sorgen, denn die Kleinsten erkunden ihre Umwelt und stecken Vieles in den Mund, was ihnen in die Finger kommt. „An dieser Stelle möchte ich mich auch an Hundebesitzerinnen und -besitzer wenden“, appelliert Ing. Thomas Klingler, Amtsvorstand der städtischen Grünanlagen: „Wir stellen jährlich rund zwei Millionen Hundekotsäcke in 179 Sackerlspendern sowie für den Auslauf der Hunde, auch ohne Leine, fast 10.000 Quadratmeter Hundewiesen zur Verfügung. Deshalb sollte es möglich sein, die Kinderspielplätze frei von Hundekot zu halten.“

19.700 Stunden zum Müllsammeln

Generell kümmert sich die Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) um die städtische Müllentsorgung. Gewisse Bereiche werden aber durch das Amt für Straßenbetrieb sowie das Amt für Grünanlagen betreut. Der Zeitaufwand für die Entsorgung von Weggeworfenem ist in den vergangenen Jahren eklatant gestiegen. Amtsvorstand Klingler dazu: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Grünanlagenamtes haben zum größten Teil eine fachkundige Ausbildung. Ihre eigentliche Aufgabe liegt in verschiedensten anderen Bereichen. In den Sommermonaten sind aber zehn Arbeitskräfte rund 450 Stunden pro Woche mit Müllsammeln beschäftigt. Das sind Dimensionen, die wir nicht mehr im Rahmen unserer normalen Tätigkeit bewältigen können.“ Insgesamt müssen die MitarbeiterInnen des Grünanlagenamtes pro Jahr ca. 19.700 Stunden für die Müllentsorgung aufwenden. Dies entspricht einer Dauer von zwei Jahren und drei Monaten.

„Für ihren oder seinen Abfall ist jede und jeder selbst verantwortlich – auch für dessen Entsorgung. Zwischen pingelig und schmuddelig ist ein breiter Raum. Im Großen und Ganzen halten wir unsere Grünflächen gemeinsam sauber, aber wir brauchen die Mithilfe der Nutzerinnen und Nutzer – alleine schaffen wir das nicht.“

Stadtrat Mag. Gerhard Fritz

Stadtrat Mag. Gerhard Fritz

Sorgsamer Umgang mit Ressourcen

Besonderes Highlight für die Jüngsten auf den sanierten Spielplätzen sind die Wasserspielgeräte, die nach Möglichkeit überall installiert werden. „Wasser hat für Kinder eine besondere Anziehungskraft, vor allem in Verbindung mit Sand“, schmunzelt der Referatsleiter für Planung und Bau, Karl Gstrein. „Allerdings bitten wir Eltern darauf zu achten und ihre Kinder anzuhalten, die Spielplätze nicht in Wasserlandschaften zu verwandeln. Wir sind in Innsbruck in der glücklichen Lage, über bestes Trinkwasser zu verfügen und sollten diese Ressourcen nicht sinnlos vergeuden.“ Die Stadt Innsbruck sorgt mit mehr als 170 Trinkwasserbrunnen dafür, dass jederzeit kostenlos und ausreichend Trinkwasser zur Verfügung steht. (VL)

Grundsatzerklärung des Gemeinderates vom 18. Juni 2009

„Wer die öffentlichen Parkanlagen und Spielplätze der Stadt Innsbruck betritt, möge sich stets als gern gesehener Gast der Stadtgemeinde Innsbruck betrachten. Jede/r BesucherIn möge bedenken, dass diese öffentlichen Anlagen der Erholung, Naturerfahrung, Entspannung, Bewegung und dem Spiel dienen. Dies soll unter anderem durch die Bestimmungen der Park- und Spielplatzordung sichergestellt werden. Die Stadtgemeinde Innsbruck ersucht ihre Gäste um gegenseitige Rücksichtnahme und um schonende Behandlung unseres gemeinsamen öffentlichen Eigentums.“