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Sammler West: Rohrvortriebsmaschine nimmt Arbeit auf

Neuer Sammelkanal für Abwasser entsteht
Die Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) errichtet einen neuen Sammelkanal für Abwasser. Dieser sogenannte „Sammler West“ leitet das Abwasser vom Süden und Westen der Stadt in Richtung Kläranlage und wird die Kanalisation der Altstadt gerade bei Starkregen wesentlich entlasten. In der ersten Bauphase, die im November 2013 gestartet ist und bis Ende Mai 2014 andauert, wird der neue Kanal an der Franz-Gschnitzer-Promenade (Innpromenade) zwischen Rechengasse und Universitätsbrücke errichtet. Beim Kanalbau kommt das Rohrvortriebsverfahren zum Einsatz, das auch als „Maulwurf-Methode“ bekannt ist. Dabei arbeitet sich die Vortriebsmaschine wie ein Maulwurf durch den Untergrund. Mit dem positiven Effekt, dass kein durchgehender Rohrgraben ausgehoben werden muss, sondern nur eine Start- und eine Zielgrube.

Maschine wird eingehoben
Am 15. Jänner 2014 wurde die Rohrvortriebsmaschine in die Startgrube eingehoben. IKB-Vorstandsvorsitzender DI Harald Schneider schildert die Vorzüge des Rohrvortriebs: „Allein das Einheben der Maschine zeigt, dass die grabenlose Kanalbaumethode Präzisionsarbeit ist. Wir sind froh, dass wir diese innovative Technik auch beim Sammler West einsetzen können, weil sie viele Vorteile mit sich bringt: Sie schont den Baumbestand, verkürzt die Bauzeit, es gibt weniger Aushubmaterial und damit auch viel geringeren Baustellenverkehr.“

Innsbrucks Bürgermeisterin Mag. Christine Oppitz-Plörer betont die Notwendigkeit des Kanalbaus: „Um die hohe Lebensqualität in Innsbruck weiterhin zu gewährleisten, sind laufend Arbeiten an der Infrastruktur nötig, nur so können wir den hohen Standard der Ver- und Entsorgung halten. Die IKB sorgt verlässlich dafür, dass die Innsbrucker Kanalisation am Stand der Technik ist, Hochwassergefahren standhält und einwandfrei funktioniert.“

Grabenloser Kanalbau
Beim unterirdischen Kanalbau arbeitet sich die Rohrvortriebsmaschine in einer Tiefe bis zu fünf Meter unter der Erde voran. Die Rohre werden bei der Startgrube eingehoben und von dort unterirdisch nach vorne gepresst („vorgetrieben“). Das anfallende Material wird auf Förderbändern zurück zur Startgrube transportiert und dort herausgehoben.
15. Jänner 2014