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Rotunde und Talstation - BürgerInnen als Visionäre gefragt

Gelbes Absperrband symbolisiert den veränderbaren Zustand und lädt zur Ideenfindung
Mit einem temporären „Ideenbüro“ in den Innsbrucker Stadtsälen, mit offenen Themen-inseln, Diskussionsrunden und Workshops lädt die vor ort ideenwerkstatt® von 26. bis 28. September 2012 gemeinsam mit dem Land Tirol und der Stadt Innsbruck zur Ideenfindung rund um die künftige Nutzung des Rotundenareals ein. Diskussionsbeiträge aller Bürgerinnen und Bürger sind willkommen, egal ob als anonyme Denkanstöße oder als dreiminütige Kurzpräsentationen vor Publikum. Infos, Programm und Online-Ideenpool: www.rotundenareal.at

Von 26. bis 28. September wird in den Innsbrucker Stadtsälen von früh bis spät ein reges Kommen und Gehen herrschen. Grund ist die laufende Diskussion über die zukünftige Nutzung des Rotundenareals, in die das Land Tirol und die Stadt Innsbruck die interessierte Bevölkerung aktiv einbinden. Im Rahmen einer vor ort ideenwerkstatt® sollen die Wünsche und Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger sowie aller Expertinnen und Experten gesammelt und debattiert werden.

Die vor ort ideenwerkstatt® ist eine vom Architekturbüro nonconform architektur vor ort (www.nonconform.at) entwickelte Methode eines partizi¬pativen Ideenfindungs-prozesses für Orts- und Stadtentwicklungspro¬jekte. Der Prozess findet stets am Ort des zur Debatte stehenden Projekts statt und zielt darauf ab, einer möglichst großen Zahl an Interessierten die Möglichkeit der Beteiligung zu geben.

Ideenfindung: von der Insel auf die Bühne

Das Team der vor ort ideenwerkstatt® besteht aus Architekt_innen, Raumplaner_innen, Psycholog_innen und Kultur- und Kommunikationsexpert_innen. An den von ihnen moderierten Themeninseln können Interessierte mitdiskutieren, ehe sie zur nächsten Gruppe weiterwandern – oder selbst eine Themeninsel ins Leben rufen. Darüber hinaus bietet die Innsbrucker vor ort ideenwerkstatt Menschen mit konkreten Projektideen eine öffentliche Präsentationsbühne und wertet online bzw. über Fragebögen eingegangene Vorschläge aus.

In den Innsbrucker Stadtsälen richtet das Team von nonconform drei Tage lang ein temporäres Büro ein und erfasst rund um die Uhr die Visionen und Projektideen der Bürger_innen und Expert_innen. Aus den Ergebnissen der Themen¬inseln, Präsentationen und Diskussionen sowie aus den Einträgen im seit August 2012 laufenden Online-Ideenforum (www.rotundenareal.at) und den Resultaten der Kinder-Sommer-Uni destilliert das Team der vor ort ideenwerkstatt® bis November 2012 konkrete Lösungsansätze. Diese werden auf ihre Umsetzbarkeit geprüft und von 19. bis 21. November wiederum in den Innsbrucker Stadtsälen vorgestellt und diskutiert.

Das Programm

Von Mittwoch, 26. bis Freitag, 28. September 2012 ist das Team der vor ort ideenwerkstatt® in den Innsbrucker Stadtsälen präsent und nimmt von 09:30 bis 22:00 Uhr Projektvorschläge, Ideen und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger zum Thema Nachnutzung des Rotundenareals entgegen.

Abendveranstaltungen

26. September, ab 18:30 Uhr: Offenes Ideenforum, Diskussion an Themeninseln
Wer zuhören und mitdiskutieren will, gesellt sich zu den Gesprächsrunden an den einzelnen Inseln oder spaziert nach Lust und Laune zu anderen Gruppen weiter. Wer bislang unterbelichtete Aspekte der Rotundenareal-Zukunft diskutieren will, eröffnet einfach eine neue Themeninsel.

27. September, ab 18:30 Uhr: Bühne frei! „Drei Minuten für deine Idee zum Rotundenareal“
Einzelpersonen oder Gruppen präsentieren ihre Ideen zum Rotundenareal vor Publikum. Wer schafft es, die intensivsten Diskussionen vom Zaun zu brechen, welche Idee bekommt den meisten Zuspruch? Anmeldungen bis 27. September, 12:00 Uhr, unter rotundenareal@nonconform.at oder im Büro der vor ort ideenwerkstatt®. Die drei-minütigen Präsentationseinheiten werden nach Einlangen der Anmeldungen vergeben.

28. September, ab 18:30 Uhr: Erste Ergebnisse der vor ort ideenwerkstatt®
Das Team der vor ort ideenwerkstatt® resümiert den laufenden Diskussionsprozess. Welche Themenfelder wurden an den vergangenen Tagen angesprochen? Was waren die außergewöhnlichsten Ideen? Welche Trends zeichnen sich in der Online-Umfrage unter www.rotundenareal.at ab, deren Teilnehmer_innen die Chance haben, eines von drei iPads zu gewinnen?

Weitere Schritte

Von 19. bis 21. November lädt die vor ort ideenwerkstatt® gemeinsam mit dem Land Tirol und der Stadt Innsbruck erneut in die Innsbrucker Stadtsäle ein. Am Programm steht die visualisierte Präsentation und Diskussion möglicher Nutzungsideen, deren Umsetzbarkeit das Team von nonconform überprüft hat.

Finale Ergebnis-Präsentation der vor ort ideenwerkstatt®: Februar 2013.

Hintergrundinformationen zum Rotundenareal

Das Areal liegt in einer Randlage zur Innsbrucker Innenstadt, ist aber ein viel frequentierter Kreuzungspunkt der Stadt Innsbruck. Hier treffen einander der Inn, die Straßenbahn, Pkw, Fußgänger_innen und Radfahrer_innen. Zwei historisch bedeutende Bauwerke der Stadt befinden sich an diesem Ort:

1) Die denkmalgeschützte Rotunde
2) Die ehemalige Talstation mit der denkmalgeschützten Brücke der Hungerburgbahn

Die Rotunde gehört dem Land Tirol und steht derzeit leer. Sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet, um das Riesenrundgemälde der Schlacht am Bergisel zu zeigen. 2010 wurde das Gemälde in ein neues Museum auf dem Bergisel übersiedelt. Die ehemalige Talstation der Hungerburgbahn, deren Trasse 2006 verlegt wurde, ist inklusive der Brücke im Verfügungsbereich der Stadt Innsbruck. Der Radweg entlang des Inns wird derzeit an beiden Gebäuden kompliziert umgeleitet.

Ziel des Landes Tirol und der Stadt Innsbruck ist es, diesen Ort durch Einbe¬ziehung der Bürger_innen nachhaltig zu entwickeln. Mit den Ergebnissen soll ein Mehrwert für die Tiroler bzw. Innsbrucker Bevölkerung geschaffen werden. Gefragt sind neue, sinnvolle und zukunftsfähige Nutzungsoptionen: visionär UND realisierbar.

Um den Ideenfindungsprozess zu strukturieren und eine möglichst breite Diskussion zu gewährleisten, beauftragten das Land Tirol und die Stadt Innsbruck das Büro nonconform architektur vor ort (www.nonconform.at) mit der Durchführung einer vor ort ideenwerkstatt®. Die Methode eines partizi¬pativen Ideenfindungsprozesses für Orts- und Stadtentwicklungspro¬jekte wurde u. a. mit dem Österreichischen Staatspreis für Consulting ausgezeichnet. Strategie ist es, mittels Workshops, Vorträgen und Diskussionen sowie eines interaktiven Webauftritts das Wissen der Bürger_innen als „Expert_innen für den eigenen Ort“ einzubinden.

Zitate

„Die Rotunde, die alte Talstation der Hungerburgbahn und das Areal zwischen beiden Objekten und dem Inn halten ein hohes räumliches und ästhetisches Potenzial für eine künftige Nutzung bereit. Es lohnt sich also, nach den besten Ideen zur Ent¬faltung dieses Potenzials zu suchen – und zwar unter Einbindung der Bevölkerung“, ist Kulturlandesrätin Dr. Beate Palfrader überzeugt. „In den Ideenfindungsprozess beziehen wir auch alle vorliegenden Vorschläge mit ein.“

„Es ist wichtig und richtig die Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Ideenfindung einzubinden“, so Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer. „Schließlich sind sie es, die von einer nachhaltigen Entwicklung dieses Platzes profitieren werden.“

„Die vor ort ideenwerkstatt® stellt mit ihren Instrumenten nicht nur eine breite Bürger_innenbeteiligung bei kommunalen Entwicklungsprojekten sicher. Sie sorgt auch dafür, dass sich die Bevölkerung mit dem Ergebnis und den neuen Nutzungsmöglich¬keiten identifizieren und stolz darauf sein kann“, sagt Caren Ohrhallinger von nonconform architektur vor ort.

19. September 2012