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Richtig Heizen mit Holz

Nützliche Heiztipps für die kalten Wintertage.
Wenn es um die Feinstaubbelastung geht, ist der Hausbrand die Nummer 1 im Ranking der Verursacher. In Innsbruck sind es rund 12.000 Einzelfeuerstellen, die einen Anteil von 41 % in der Feinstaubstatistik verursachen (gefolgt vom Verkehr mit 26 %). Hier gilt es den Hebel anzusetzen – mit richtigem Heizen. „Besonders in Ballungsräumen und in Tälern verschlechtern Holzheizungen die Luftqualität. Daher – wenn mit Holz geheizt wird – dann bitte richtig“, appellieren Umweltstadtrat Ernst Pechlaner und Ing. Stefan Siegele vom Umweltreferat der Stadt.

Mit sinkenden Temperaturen steigt die Feinstaubbelastung. 97 % aller Überschreitungen werden von November bis März verzeichnet. Meteorologische Einflüsse wie Inversionslagen begünstigen die negative Entwicklung.

Richtig Heizen spart Geld und trägt zur Verbesserung der Luftqualität bei. Richtig verwendet ist Holz ein umweltgerechtes Brennmaterial. Gut aufbereitetes heimisches Holz, eine moderne Feuerstätte und eine sachgerechte Handhabung sorgen für behagliche Wärme und belasten die Umwelt nicht zu sehr. Wenn aber minderwertiges Holz in alten, schlecht gewarteten Öfen verbrannt wird und bei ungünstigen Verbrennungsbedingungen entstehen Treibhausgase und Schadstoffe, die die Gesundheit belasten.

Tipps zum richtigen Heizen

DER RICHTIGE BRENNSTOFF:
Verwenden Sie nur trockenes, unbehandeltes Scheitholz das den Vorschriften der Tiroler Heizungsanlagenverordnung 2000 sowie den Angaben des Ofenherstellers entspricht.

RICHTIG ANHEIZEN:
Die Holzscheiter entsprechend der Bedienungsanleitung im Feuerraum schlichten. Dabei ist – auf alte Erfahrungen unserer Vorfahren beruhend – das Heizgut von oben anzufeuern. Das Anfeuern sollte rasch und möglichst ohne Rauchentwicklung von statten gehen. Auf eine ausreichende Zufuhr von Verbrennungsluft achten!
Verwenden Sie beim Anzündvorgang Holzspäne oder umweltfreundliche Zündhilfen; Papier sollte wegen der entstehenden Verschmutzung durch Druckerschwärze und Flugasche vermieden werden. An der hellen Flamme lässt sich erkennen, dass das Feuer richtig brennt.

RICHTIGES NACHLEGEN:
Richtiges Heizen heißt auch richtig Nachlegen ohne Rauchentwicklung! Legen Sie erst nach, wenn Sie eine Grundglut ohne sichtbare Flammenbildung haben. Dabei auf die richtige, Ihrem Ofen entsprechende, Füllmenge und Luftzufuhr achten. Die hohen Temperaturen dieser Glut entzünden die neuen Holzscheiter schnell.

REINIGUNG:
Um eine optimale Verbrennungsqualität der Feuerstätte sicher zu stellen, sämtliche Verschmutzungen und Ascheablagerungen regelmäßig entfernen.

VERBOTENE BRENNSTOFFE:
Folgende Materialien erzeugen hohe Schadstoffbelastungen und führen zu einer Beschädigung Ihres Ofens: Feuchtes Holz, beschichtetes, imprägniertes Holz, Spanplatten, Papier, Kartonagen, Verpackungsmaterial, Gartenabfälle, Kunststoffe
13. Dezember 2011