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Restaurierung eines historischen Kleinods

Besichtigung der Landesgedächtnisstätte Tummelplatz
Eingebettet in die Ruhe des Waldes, südwestlich oberhalb des Schloss Ambras befindet sich die Landesgedächtnisstätte Tummelplatz – ein geschichtsträchtiger Ort des stillen Gedenkens. Damit die Denkmäler, Kapellen und Kreuze der Gräber auch für die Nachwelt erhalten bleiben, trafen sich am 28. Oktober Bürgermeisterin Mag.ª Christine Oppitz-Plörer, Vizebürgermeister Christoph Kaufmann, Amtsvorstand DI Andreas Wildauer (Land- und Forstwirtschaft), Peter Koller (Leitung der Geschäftsstelle der Landesgedächtnisstiftung), Obmann Johann Zimmermann (Verwaltungs- und Betreuungsverein der Landesgedächtnisstätte Tummelplatz Amras-Innsbruck), sein Stellvertreter René Geiger und Vereinsvorstands- und Ehrenmitglied Karl Klotz vor Ort, um sich ein Bild von der aktuellen Lage zu machen und Erhaltungs- sowie Restaurierungsmöglichkeiten zu besprechen.

„Der Stadt Innsbruck ist es ein zentrales Anliegen, ihren Teil dazu beizutragen, diesen kunsthistorischen Ort zu erhalten“, waren sich Bürgermeisterin Oppitz-Plörer und Vizebürgermeister Kaufmann einig. „Das heutige Treffen zwischen dem Verwaltungs- und Betreuungsverein der Landesgedächtnisstätte Tummelplatz, der Landesgedächtnisstiftung sowie der Stadt Innsbruck zeigt, dass uns allen der Tummelplatz sehr am Herzen liegt“, so das Innsbrucker Stadtoberhaupt.

Bei der Besichtigung waren sich alle Beteiligten einig, dass die Vielfalt der Kreuze und die Einzigartigkeit des Waldfriedhofes erhalten bleiben müsse. Nach konstruktiven Gesprächen können nun weitere Maßnahmen zum Erhalt des Tummelplatzes angegangen werden.

Ein Friedhof mit langer Tradition
Bereits am 20. Dezember 2012 wurde der Vorstand des Verwaltungs- und Betreuungsvereins der Landesgedächtnisstätte Tummelplatz Amras-Innsbruck neu gewählt. Daraufhin wurde umgehend eine Bestandsaufnahme über den Zustand der Objekte und Denkmäler am Tummelplatz durchgeführt. Im Zuge dessen wurde ein Maßnahmenkatalog für die erforderlichen Erhaltungs- und Restaurierungsarbeiten erstellt. Im Moment wird so unter anderem die große Kreuzkapelle (Glockenaufhängung, Dach, Fresko, etc.) und das „Grab des unbekannten Soldaten“ restauriert. Die Antoniuskapelle samt Altarbild sowie ein Bildstock und weitere Denkmäler erstrahlen bereits in neuem Glanz.

„Heuer vor 200 Jahren wurde der Tummelplatz zum Friedhof geweiht“, wusste Karl Klotz bei der Besichtigung zu berichten. Rund 900 Kreuze befinden sich an der Landesgedächtnisstelle – 30 Kreuze wurden inzwischen von Mitgliedern des Verwaltungs- und Betreuungsvereines der Landesgedächtnisstätte Tummelplatz kostenlos restauriert. „Wir alle müssen mithelfen, um die historischen Kreuze und Denkmäler vor dem Verfall zu bewahren“, erklärte Obmann Zimmermann.
30. Oktober 2013