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Regionalkraftwerk Mittlerer Inn

Persönliche Informationen für AnrainerInnen zum Grundwassermodell beim PEGEL-Treff
Gestern Abend konnten sich Anrainer des RMI beim PEGEL-Treff der IKB in Flaurling persönlich über ihre Grundwassersituation informieren. Anrainer aus Telfs/Platten, Pettnau, Flaurling, Polling und Hatting nutzten diese Möglichkeit und tauschten sich mit den IKB-Experten und der Projektleitung über ihre persönliche Grundwasser-Situation vor und nach dem Bau des Regionalkraftwerkes Mittlerer Inn (RMI) aus. Das Interesse war geringer als erwartet. Es wurden ausführliche Gespräche geführt. Informationen der Anrainer werden in die weiteren Planungen eingearbeitet.

Tagesaktuelle Grundwasserstände jederzeit online abrufbar
17 Online-Pegel der IKB geben Interessierten die Möglichkeit, tagesaktuelle Grundwasserstände rund um das geplante RMI jederzeit im Internet zu beobachten. Die Grundwasser-Messungen der Pegel reichen zurück bis April/Mai 2012. „Die Grundwasserstände werden auch während des Betriebes des Wasserkraftwerkes weiterhin gemessen“, erklärt RMI-Projektleiter DI Reinhold Gruber. Die IKB-Experten zeigten den Anrainer die aktuellen Grundwasserstände anhand der Online-Pegel auf und holten weitere Informationen zum jeweiligen Pegel bzw. den umliegenden Häusern ein. Insbesondere zu den jeweiligen Erfahrungen und Auswirkungen der aktuellen Grundwassersituation auf die Gebäude tauschten sich die BewohnerInnen und die IKB aus. Dadurch können die Experten die Schwankungsbreite des Grundwassers zwischen Winter und Sommer sowie die kritische Marke für diese noch genauer definieren und in den weiteren Planungen berücksichtigen.

Grundwassersituation für viele verbessert – vor allem bei Hochwasser
Durch die Online-Pegel der IKB kann jede und jeder den Grundwasserstand in Echtzeit laufend selbst beobachten. Die IKB öffnet damit ein für alle transparentes und öffentliches Kontrollsystem, das auch bei einem künftigen Betrieb des Kraftwerks ein nachvollziehbares Instrument bleibt. Anhand der Karten aus dem Grundwassermodell erläuterten die Experten die individuelle künftige Grundwassersituation nach dem Bau des RMI. Für viele Gebäude im Projektgebiet verbessert sich die Grundwassersituation wesentlich, für manche bleibt die Situation jedenfalls stabil. Alle profitieren jedoch bei einer Hochwassersituation von den Maßnahmen des RMI – einerseits durch den Damm und andererseits durch die Abdichtung der Inn-Sohle. Während man jetzt bei einem sehr starken Hochwasser Überflutungen bzw. extrem hohe Grundwasserstände in Kauf nehmen müsste, sichert das RMI das Projektgebiet vor Hochwasserschäden.

Nächste Planungsschritte
Die Grundwasser-Informationen der Anrainer fließen in die weitere Detailplanung ein. Einzelgebäude, die keine wesentliche Verbesserung erfahren, erfordern nun spezifische Planungsaktivitäten. Diese und die weiteren Planungsergebnisse sollen im Herbst vorgestellt werden. Mit spezifischen Gruppen wie Fischern, Landwirten und Ökologen finden noch vor dem Sommer gesonderte Runde Tische statt.

19. Juni 2013