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Regionalisierung der Rehabilitation und Behindertenhilfe

Zuständigkeit liegt nun bei der Stadt Innsbruck
Als neunter Bezirk in Tirol ist nun auch die Stadt Innsbruck seit 1. Juli für die administrative Umsetzung der Rehabilitation und Behindertenhilfe selbständig zuständig. Auskünfte und Unterlagen erhalten Betroffene dann direkt durch das städtische Sozialamt beim neuen Referat Rehabilitation und Behindertenhilfe. Insgesamt 6 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich fortan um die Anliegen und Anträge aus diesem Bereich.

Mit dieser Umstellung in der Stadt Innsbruck ist die Regionalisierung der Behindertenhilfe im ganzen Land Tirol abgeschlossen. 65% der Ausgaben werden dabei vom Land, 35% von den jeweiligen Gemeinden getragen. Im Jahr 2010 wurden knapp 28 Mio. Euro an Behindertenhilfen in Innsbruck ausgegeben.

„Über 2000 Personen wurden 2010 unterstützt. Der Grund dafür ist das wesentlich größere Angebot im Tiroler Zentralraum, wobei auch das Leistungsspektrum in diesem Bereich ständig erweitert wird“, betonte Sozialreferent Vizebürgermeister Franz X. Gruber am 8. Juli bei einem Besuch des neuen Referates im Sozialamt.

Regionale Anlaufschnelle
Soziallandesrat Gerhard Reheis betonte Wichtigkeit der bürgernahen Leistungen: „Es ist unsere Aufgabe, für die Menschen da zu sein und da gehört eben auch eine regionale Anlaufstelle dazu.“ Hauptziel sei es, durch eine Straffung von Verfahrensabläufen die Bearbeitungszeiten zu verkürzen. Durch den vorwiegenden Einsatz einer elektronischen Aktenführung sollen die zeitlichen Wege kürzer werden.

Vor 2 Jahren wurde mit der Ausgliederung begonnen – 18.000 Akten mussten vom Land auf die regionalen Stellen übertragen werden. Im Hinblick einer reibungslosen Übernahme wurden seitens der Stadt Innsbruck einige notwendige Maßnahmen getroffen: In den letzten Monaten gab es intensive Schulungsprogramme der städtischen MitarbeiterInnen durch KollegInnen der Landesabteilung.

„Wir konnten sehr konstruktiv mit den Verantwortlichen von Stadt und Land zusammen arbeiten“, so Sozialamtsleiter Dr. Markus Warger der zudem über die baulichen Adaptierungen im Sozialamt referierte: Neben der Schaffung zweier Behindertenparkplätze in unmittelbarer Nähe des Eingangsbereich und einer Anpassung der Leitsysteme im Amt wurden zudem auch behindertengerechte Zugänge für RollstuhlfahrerInnen ohne Begleitperson geschaffen und die Installation automatischer Türöffner mit Tastervorrichtung vorgenommen.
08. Juli 2011