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Räumlichkeiten wurden feierlich übergeben

Ein neues Zuhause für das Freie Theater und das Audioversum
Nach knapp drei Jahren Planungs- und Bauzeit war es am 28. August so weit: Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer übergab den Schlüssel für die adaptierten Räumlichkeiten des ehemaligen „Haus der Sinne“ an die Firma MED-EL und den Verein „Freies Theater Innsbruck“. Nun kann der Endausbau des „Audioversums“ und des „Freien Theaters Innsbruck“, welches am 1. Dezember feierlich mit dem diesjährigen „Theater trifft“-Festival eröffnet wird, beginnen.

„Das außergewöhnliche Konzept von Theater und interaktivem Hörmuseum bewirkt eine Aufwertung des Standorts“, freut sich Bürgermeisterin Oppitz-Plörer, die sich sehr für die Realisierung des Projekts einsetzt: „Sowohl die Innsbrucker Firma MED-EL als auch die freie Theaterszene finden hier optimale Bedingungen vor, um sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.“

Im Beisein von IIG-Geschäftsführer Ing. Dr. Franz Danler, Dr. Christina Beste von MED-EL und Stefan Raab vom Verein „Freies Theater Innsbruck“ fand anschließend eine Besichtigung der Räumlichkeiten statt. Auch zahlreiche BesucherInnen – darunter VertreterInnen des städtischen Kulturausschusses, Mitwirkende am Projekt und Landtagspräsident DDr. Herwig van Staa – ließen sich diesen ersten Vorgeschmack auf das Entstehende nicht entgehen.

Die finale Phase
Nachdem der Innenausbau seitens der IIG abgeschlossen ist, sind nun die beiden Institutionen am Zug, den Endausbau bis zur Eröffnung vorzunehmen.

Mit ca. 1400 m² erhält die Firma MED-EL im Erdgeschoß und im ersten Stock Ausstellungsräume, einen Seminarraum bzw. Vortragssaal, ein Café sowie ein Büro. Der Zugang zum Theaterbereich im Untergeschoß des Hauses führt über einen gemeinsamen Foyerbereich. Für den Verein „Freies Theater Innsbruck“ entstanden im Untergeschoß auf ca. 650 m2 ein Proberaum sowie ein multifunktionaler Theatersaal für bis zu 170 BesucherInnen. Der Theatersaal verfügt im Bühnenbereich über eine Raumhöhe von 6 Metern und ist mit modernster Veranstaltungstechnik ausgestattet.

Die Baukosten des Gesamtprojekts beliefen sich auf ca. 3,2 Millionen Euro.
Der Theaterbereich im Untergeschoß wurde in Zusammenarbeit des Kulturamts der Stadt Innsbruck mit der IIG (Innsbrucker Immobilien GmbH und Co KG) realisiert.

Ein Ticket in die Welt des Hörens
„Das Audioversum wird auf interaktive Weise das Thema ,Hören‘ vermitteln und soll den BesucherInnen auf spielerische Art das hochkomplexe Gebiet näherbringen“, erklärt Unternehmensgründerin Dr. Ingeborg Hochmair: „Als Pionier auf dem Sektor der implantierbaren Hörlösungen möchten wir unser Wissen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Denn dem Gehör wird oft nur wenig Bedeutung geschenkt – obwohl es ein unglaublich faszinierendes Sinnesorgan ist.“

Im Audioversum können die BesucherInnen auf eine Reise durch akustische Landschaften, die sonst oft nur sehr unbewusst wahrgenommen werden, gehen. Sie betreten eine Welt aus Klängen und erleben, wie sie tatsächlich hören und was passiert, wenn sie anders oder gar nicht hören. „Ungewöhnliche Technologien, einmalige Erlebnisse und fesselnde Installationen laden ein zum Mitmachen, Mitspielen und Nachdenken“, berichtet auch Projektmanager des Audioversums DI Dr. Eckhard Schulz.

Frei bespielbar
Die Möglichkeit, das „Freie Theater Innsbruck“ zu bespielen, soll nicht nur professionellen Innsbrucker Theatervereinen, sondern auch freien Projekten und Gastspielen offen stehen. Mindestens ein Drittel der gesamten Jahresspielzeit soll für diese freien Projekte zur Verfügung stehen. Auch der Förderung des heimischen Theaternachwuchses und damit dem „Theater von morgen“ ist der Trägerverein in besonderem Maße verpflichtet und bietet bei der Realisierung von Projekten bei Bedarf organisatorische und/oder künstlerische Hilfestellungen an.

28. August 2012