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Radverleihsystem „Stadtrad“

Das Fahrradverleihsystem startet voraussichtlich im November
Voraussichtlich ab November 2013 stehen der Innsbrucker Bevölkerung ca. 300 Leihfahrräder zur Verfügung, die in mehreren Stadtteilen von Innsbruck zur Benützung angeboten werden. Nach einer europaweiten Ausschreibung haben die Innsbrucker Verkehrsbetriebe nun den Zuschlag der deutschen Firma „nextbike GmbH“ erteilt. In Innsbruck wird das Fahrradverleihsystem den Namen „Stadtrad“ erhalten.

Vorgesehen sind 25 Radstationen mit Radhäuschen und Terminals für 300 Leihfahrräder, verteilt über mehrere Stadtteile (Wilten, Pradl, Saggen, Hötting, Innenstadt, Technische Fakultät und DEZ). Die Verleihstationen sind zunächst bewusst auf einzelne Stadtteile konzentriert, damit die einzelnen Standorte eine gewisse Nähe zueinander aufweisen. Die Verleihstationen werden energieautark ausgestaltet sein – der für den Betrieb der Terminals notwendige Strom wird vor Ort durch Solarpanels bei den Verleihstationen erzeugt.

Der Fahrradverleih wird nun die nächsten drei Jahre erprobt. Wenn das Fahrradverleihsystem von der Bevölkerung angenommen wird, kann das Angebot in den kommenden Jahren auch noch um zusätzliche Standorte ausgeweitet werden. Die Ausleihe und Rückgabe der Fahrräder wird für die NutzerInnen mittels App bzw. Kundenkarte sehr einfach gestaltet sein. Häufige Nutzer des Fahrradverleihsystems können gegen einen geringen Jahresbeitrag das Fahrrad für die erste halbe Stunde immer kostenlos ausleihen.

Das Fahrradverleihsystem der Firma „NextBike“ funktioniert bereits in vielen Städten Deutschlands und mehreren Bundesländern in Österreich. Damit soll auch die Kompatibilität gewährleistet werden, für den Fall, dass das System auf andere Tiroler Gemeinden ausgeweitet werden sollte.

Der Start dieses Fahrradverleihsystems war nicht einfach: Im Herbst 2012 wurde seitens des Landes noch davon ausgegangen, dass der Fahrradverleih in Kooperation mit der deutschen Firma „nextbike“ bereits dieses Frühjahr starten könnte. Daraus wurde nichts, als klar war, dass dieser Dienst vorher ausgeschrieben werden müsse. Der Grund dafür: Die Deutsche Bahn (DB), die ebenfalls ein solches Radverleihsystem unter dem Titel „Call a bike“ anbietet, schaltete sich ein, indem sie Einspruch zum ihres Erachtens frei vergebenen Auftrag an „nextbike“ beim Unabhängigen Verwaltungssenat (UVS) erhob. Dieser Einspruch wurde mittlerweile aber wieder zurückgezogen, da ihm aufgrund der nun erledigten Ausschreibung seitens der IVB die Rechtsgrundlage fehlte.
02. Juli 2013