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Radfahren belebt den Handel

Die Geschäftswelt auf den Radständern in der Meraner Straße
Auf die Neugestaltung der Maria-Theresien-Straße folgte 2013 die Umgestaltung der Meraner Straße. Ein zentraler Aspekt war dabei, den Fußgänger- und Radverkehr zu fördern. Zu diesem Zwecke wurden auf der Südseite zahlreiche Fahrradabstellplätze geschaffen. Ziel der Fahrradabstellplätze war es, diese so zu gestalten, dass sie eine möglichst hohe Akzeptanz in der Bevölkerung erreichen. Gelungen ist dies einerseits durch Schaffung eines schlanken Körpers, andererseits durch eine künstlerische Aufarbeitung durch Graphiker.

„Die ohnehin schon optisch aufgewertete Meraner Straße erhält durch die designten Fahrradabstellplätze ihren letzten Schliff“, freut sich Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider: „Auch im Bezug auf das Angebot für Radfahrerinnen und Radfahrer ist die Straße nun durchaus attraktiv gestaltet und lockt als qualitätsvolle Shoppingmeile“. Weiters weist die für Mobilität zuständige Vizebürgermeisterin auf die Bedeutung der RadfahrerInnen für den Handel, gerade im innerstädtischen Bereich, hin.

RadfahrerInnen mit Kaufkraft direkt vors Geschäft
Ein sehr hoher Anteil des Einkaufsverkehrs in der Innenstadt wird vom Radverkehr getragen. Vizebürgermeisterin Pitscheider sieht die RadfahrerInnen als ökologisch orientierte, kaufkräftige und treue KundInnen. RadfahrerInnen nutzen regelmäßig Nahversorger und stärken damit diesen Wirtschaftssektor.

„Auch wenn Autofahrerinnen und Autofahrer pro Einkauf im Durchschnitt mehr Geld ausgeben, kommen Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer jedoch öfter ins Geschäft“, erklärt der Leiter des Amtes Tiefbau: „Übers Jahr verteilt, sind Radfahrerinnen und Radfahrer beste Kundinnen und Kunden.“ Den hohen Bedarf an Radabstellanlagen sieht Amtsleiter Zimmeter daher vom privaten Erledigungs- und Einkaufsverkehr hervorgerufen. Darauf will die Stadt Innsbruck in der Meraner Straße nun mit kleinen, aber charmanten Signalen hinweisen. „Die graphische Gestaltung ist daher nicht nur Dekor, sondern vor allem ein Statement für Radfahrerinnen im privaten Erledigungs- und Einkaufsverkehr“, so Zimmeter.

Kreative Gestaltung zeigt Bedeutung des Radverkehrs
Die neuen Fahrradständer in der Meraner Straße zieren seit wenigen Tagen Graphiken, welche Bezug auf die Geschäfte nehmen. Die gesamte Angebotspalette der Geschäfte der Meraner Straße ist auf den Radständern ablesbar: Vom Optiker und Schuhgeschäft über Mode, Cafes, Gastronomie und Schmuck bis hin zur Imkereiware und der Europa-Information.

Gestaltet wurden die kleine Kunstwerke von den beiden Graphikerinnen Anna Stanger und Nikola Weiser: „Wir haben die Buntheit der Straße und die Lebendigkeit der Stadt Innsbruck mit verschiedenen Stilrichtungen, Farbgestaltungen und Anordnungen ausgedrückt“, zeigen Anna Stanger und Nikola Weiser ihre gelungene Umsetzung der Aufgabe: „Die vielen unterschiedlichen Motive sollen dazu einladen, auch bei mehrmaligem Hinsehen immer wieder Neues zu entdecken. Jeder Fahrradbügel erhält durch sein Design etwas Persönliches und wird vielleicht von dem einen oder anderen zum Lieblingsabstellplatz auserkoren.“

Als fleißige RadfahrerInnen war es für die beiden Graphikerinnen sehr spannend, das Stadtbild von Innsbruck durch dieses Projekt ein wenig mitzugestalten.

Neuer Typ eines Radständers in der Meraner Straße
Aus der Anforderung, gestalterisch möglichst unauffällig Radständer in einer Reihe vor historischen Gebäuden aufzustellen, hat das Amt Tiefbau einen neuen Radständertyp gestaltet. Die Abstellmöglichkeiten wirken schlicht und bieten ein harmonisches Gesamtbild. Gleichzeitig sind sie aus hochwertigem Edelstahl hergestellt und bieten ideale Anhängemöglichkeiten.

In langer Reihe aufgestellt, treten die Fahrradständer selbst nicht körperhaft in Erscheinung und können beidseitig Fahrräder derart aufnehmen, dass sie ordentlich in einer Reihe stehen. Somit schränken sie weder Geh- noch Fahrfläche ein.

Positive Rückmeldung
Die Fahrradabstellplätze finden sich am südseitigen Gehsteig entlang des Alten Landhauses. 40 Radständer stehen zur Verfügung. Die Fahrradständer wurden eigens für die Meraner Straße entwickelt. Die überaus positiven Rückmeldungen der NutzerInnen, aber auch jene von GeschäftsinhaberInnen veranlassen die Stadt Innsbruck, diesen Typ künftig häufiger in gestalteten Geschäftsstraßen einzusetzen.
19. Mai 2014