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Pilotprojekt für Studierendenwohnungen

Pilotprojekt als Alternative zum teuren Wohnen in Innsbruck.
Auch die rund 33.000 StudentInnen in Innsbruck sind mit sehr hohen Miet- und Wohnungskosten konfrontiert. Im kommenden Sommersemester startet die Stadt Innsbruck daher gemeinsam mit gemeinnützigen Wohnbauträgern, der Innsbrucker Immobilien GmbH & Co KG und der Österreichischen Hochschülerschaft ein Pilotprojekt: Große gemeinnützige und städtische Wohnungen, die an Familien schwer zu vermieten sind, sollen StudentInnen zur Verfügung gestellt werden. Wohnungsstadträtin Dr. Marie-Luise Pokorny-Reitter und ÖH-Vorsitzender Benjamin Roher präsentierten im Rahmen eines Pressegesprächs am 2. Februar das Pilotprojekt.

Städtische und gemeinnützige Wohnungen für StudentInnen
Die Wohnung in der Schlossergasse, in der das Pressegespräch stattfand die perfekte Wohnung für StudentInnen: 100 Quadratmeter, sehr guter Zustand, drei schöne Zimmer, Toplage mitten in der Stadt. Wohnungen dieser Größe werden vorzugsweise an Familien vergeben. Für diesen Zweck gibt es allerdings einige Nachteile: Es gibt keine Parkmöglichkeit, keinen Lift und auch der Preis ist relativ hoch.

„Jährlich haben wir rund 10 bis 20 große Wohnungen, die aufgrund ihrer Größe, ihres Preises, ihrer Lage oder z.B. einer Mietvertragsbefristung an Familien schwer vermittelt werden können“, berichtet Wohnungsstadträtin Pokorny-Reitter: „Anstatt diese Wohnungen leer stehen zu lassen oder eine Fehlbelegung mit zu wenigen BewohnerInnen zu akzeptieren, möchten wir versuchen, sie an StudentInnen zu vermieten.“ Natürlich werden die Wohnungen weiterhin zuerst Familien angeboten und erst nach mehrfacher Ablehnung als Studentenwohnungen zur Verfügung stehen.

„Eine 110 Quadratmeter große 4-Zimmer-Wohnung um 1150 Euro Miete incl. ist für die meisten Familien zu teuer“, so die Stadträtin und der ÖH-Vorsitzende. „Ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft kann aber in dieser Wohnung von StudentInnen für weniger als 300 Euro im Monat gemietet werden. Das sind für Innsbrucker Verhältnisse wieder durchaus attraktive Preise.“

Voraussetzungen für einen Mietvertrag mit einer gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft oder der IIG sind ein dringender Wohnbedarf, der Hauptwohnsitz in Innsbruck und das Nichtüberschreiten der Einkommensgrenze.

Start im Sommersemester 2012
Das Projekt startet im kommenden Sommersemester. „Auf der ÖH-Wohnungsbörse werden die Wohnungen angeboten. Wir wollen im Rahmen dieses Pilotprojekts mit den Wohnbauträgern herausfinden, ob und wie dieses Angebot von den StudentInnen angenommen wird und wie es sich auf das Zusammenleben in den städtischen und gemeinnützigen Häusern auswirkt. Wenn es sich bewährt, dann kann die Stadt Innsbruck einen Beitrag zum guten und leistbaren studentischen Wohnen erbringen“, so Pokorny-Reitter abschließend.
02. Februar 2012