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Mehrkosten am Patscherkofel höher als erwartet

Bürgermeister Georg Willi: Gemeinderat ist am Zug

„Nach meinem Amtsantritt als Bürgermeister habe ich feststellen müssen, dass die im Rahmen der Koalitionsverhandlungen erläuterten Zusatzkosten für die Patscherkofelbahn nicht das volle Ausmaß der Kostenüberschreitungen aufgezeigt haben. Nach wie vor liegen Endabrechnungen nicht vor. Um aber die erwartbaren Zahlungen nach sorgfältiger rechtlicher Prüfung vornehmen zu können und dadurch weitere Belastungen für die Stadt Innsbruck zu verhindern, müssen in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 14. Juni, notwendige Beschlüsse gefasst werden“, betont Bürgermeister Georg Willi.

Zum einen gehe es darum, ein früheres Gesellschafterdarlehen in einen Investitionskostenzuschuss umzuwandeln. Dafür seien 6,6 Mio. Euro nötig, weil von den ursprünglichen 7,3 Mio. Euro noch 0,7 Mio. verfügbar sind. Für angemeldete Kosten von 5 Mio. Euro und noch nicht beauftragte Abschlusskosten und die dringend notwendige Erweiterung des Parkplatzes von 3,4 Mio. Euro sowie eine Aufstockung des Eigenkapitals um 2,6 Mio. Euro sei ein Nachtragskredit von 11 Mio. Euro nötig. Darüber hinaus müssen die Betriebsabgänge für die Geschäftsjahre 2016/17 und 2017/18 in Höhe von insgesamt 384.000 Euro abgedeckt werden.

„Ich werde als Bürgermeister alles daransetzen, die weitere Kostenbelastung der Stadt Innsbruck so gering wie möglich zu halten. Es führt aber kein Weg daran vorbei, Verpflichtungen zu erfüllen, die die Stadt Innsbruck bei der Errichtung eingegangen ist. Genau diese Vorgangsweise wurde auch im Koalitionsvertrag vereinbart“, so Willi. „Über die bisherigen Projektbestandteile Rodelbahn und Speicherteich in Höhe von weiteren 4,3 Mio. Euro wird der Gemeinderat diskutieren und entscheiden müssen.“

Die aktuelle Situation erfordere eine umgehende und umfassende Aufklärung über die Gründe dieser Kostenüberschreitungen. „Ich habe daher bereits am Dienstag von meinem Recht als Bürgermeister Gebrauch gemacht und die Kontrollabteilung mit einer umfassenden Prüfung der Gebarung der Patscherkofelbahn beauftragt. Insbesondere soll dabei beleuchtet werden, zu welchen zusätzlichen Kosten das Festhalten am Eröffnungstermin im Dezember 2017 geführt hat“, beschreibt Willi die weitere Vorgangsweise. (Michael Bauer)

Rückfragehinweis:
Michael Bauer
Telefon +43 650 8237820
E-Mail michael.bauer@magibk.at

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