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Das Wetter hatte auf die Stimmung der Anwesenden beim Spatenstich in der Egerdachstraße keinen Einfluss: Behindertenbeauftragter Martin Exenberger, Referatsleiter Markus Pinter, Bauleiter Christopher Knabl (Swietelsky), Stadträtin Uschi Schwarzl, Ricardo Leuschel (Grünanlagen-Referat), Architekt Kieran Fraser, Lisa Stöllnberger (Grünanlagen-Referat), Architektin Jana Forsthuber (v. l.).
Das Wetter hatte auf die Stimmung der Anwesenden beim Spatenstich in der Egerdachstraße keinen Einfluss: Behindertenbeauftragter Martin Exenberger, Referatsleiter Markus Pinter, Bauleiter Christopher Knabl (Swietelsky), Stadträtin Uschi Schwarzl, Ricardo Leuschel (Grünanlagen-Referat), Architekt Kieran Fraser, Lisa Stöllnberger (Grünanlagen-Referat), Architektin Jana Forsthuber (v. l.).

Spatenstich für neue Erholungsoase in Pradl

Stadt schafft Grünfläche mit Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten.

Am letzten Mittwoch im Mai fiel der Startschuss für die Neugestaltung des „Park in Pradl“: Auf 8.000 Quadratmetern schafft das Grünanlagenreferat „Planung und Bau“ eine neue Park-, Spiel- und Sportlandschaft auf der sogenannten „Pradlwiese“. Angrenzend entsteht dort derzeit ein Wohnprojekt. „Mit dem Projekt entstehen nicht nur unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten, sondern es bildet sich auch eine neue Wegachse, die die Egerdach- mit der Andechsstraße verbindet“, betonte die zuständige Stadträtin Mag.a Uschi Schwarzl beim offiziellen Termin zum Spatenstich.

Spielgeräte für RollstuhlfahrerInnen

Bei der Umsetzung wird auf Generationen und unterschiedliche Gruppen von NutzerInnen Rücksicht genommen, weiß Referatsleiter DI (FH) Markus Pinter: „Die Parkanlage wird in zwei Funktionsbereiche gegliedert. Einerseits lädt eine große Rasenfläche mit diversen Sitzmöglichkeiten zum Verweilen ein, zum anderen bieten zahlreiche Sport- und Fitnessgeräte für Kinder und Jugendliche aller Altersklassen Spaß und Bewegung.“ Die Planung wurde nach Rücksprache mit dem technischen Behindertenbeauftragten der Stadt Innsbruck, Ing. Martin Exenberger, adaptiert. „Es wurde auf die Notwendigkeit von taktilen Informationen für blinde Menschen, auf Kontraste für sehbehinderte Menschen, gut begehbare bzw. befahrbare Erschließungswege für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer sowie Personen mit Rollator und einer WC-Anlage mit Behinderten-WC hingewiesen“, schilderte Exenberger. Zudem wird ein rollstuhlgerechtes „Integrationskarussell“ aufgestellt. Der beschattete Ruhe- und Erholungsbereich bietet einen Ausblick auf den gesamten Park und wurde auf die Bedürfnisse von SeniorInnen ausgerichtet.

Generationen-Beteiligung

Neben dem Behindertenbeauftragten wirkten noch weitere NutzerInnen an der Gestaltung des neuen Pradler Parks mit. SchülerInnen der Volksschule Pradl-Ost und der Neuen Mittelschule Pembauerstraße brachten ihre Ideen und Vorschläge ein. In der Landeshauptstadt ist die Stimme der Kinder immer gefragt, wenn es um die Gestaltung neuer Spielplätze geht. Seit vielen Jahren setzt das Amt für Grünanlagen auf diese Kooperation. Im vorliegenden Projekt wird es eine Wasserspiellandschaft, eine Rutsche und Klettermöglichkeiten sowie einen großen Sandspielbereich geben. In Pradl bekam noch eine dritte Gruppe die Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung mitzuwirken: SeniorInnen aus dem Wohnheim Pradl. Die ältere Generation weiß selbst am besten, welche Ansprüche sie an eine Freizeitanlage hat. Insbesondere die Begehbarkeit mit einem Rollator war beispielsweise ein großes Thema. Mit dem Bodenbelag und einer seniorengerechten Möblierung wurde darauf eingegangen.

Neben Erholung und Spaß beim Spielen bietet der entstehende Grünzug außerdem die Gelegenheit sich sportlich auszutoben. Ein Teil der Anlage wird zu einem Bewegungs- und Motorikpark, in dem ein Fitness-Parcours ein umfangreiches Gleichgewichts-, Sprung- und Krafttraining ermöglicht.

Fünf Monate Bauzeit

Den zweistufigen Wettbewerb gewann das Landschaftsarchitekturbüro „Kieran Fraser Landscape Design“. Die Fertigstellung der neuen Spiel- und Freizeitanlage ist voraussichtlich im kommenden Oktober. Danach werden im Sinne des Projekts „Essbare Stadt“ verschiedene Beeren-Sträucher und Pflanzen gesetzt. Die Gesamtkosten liegen bei rund einer Million Euro. (SAKU)