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Österreichischer Städtebund tagte in Graz

6. Sitzung des Fachausschusses Integration mit Bürgermeisterin Oppitz-Plörer.
Am 24. und 25.11.2010 fand unter Teilnahme von Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer, der stellvertretenden Vorsitzenden des Fachausschusses, die 6. Sitzung des Fachausschusses Integration des Österreichischen Städtebundes in Graz statt.

Klare Positionierung zum Thema gefordert
Dr. Siegfried Nagl, Bürgermeister der Stadt Graz, vertrat klar mit Mag. Matthias Stadler, Bürgermeister von St. Pölten und Vorsitzender im Fachausschuss Integration im Städtebund, und Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer die Meinung, dass eine nachhaltige Integrationspolitik unserer Städte eine klare Positionierung der KollegInnen zum Thema Integration brauche und dass gelungene Integration dort zu finden sei, wo der Bereich als Querschnittsmaterie angelegt und als „Chefsache“ deklariert sei. Daher wurde von den drei BürgermeisterInnen wieder die Forderung nach einem Staatssekretariat oder einem Ministerium für Integration laut.

Das Programm
In ihren Vorträgen beschäftigten sich Mag.a Theodora Manolakos (Wien, MA 17) mit der Vorstellung des Wiener Integrations- und Diversitätsmonitoring und nachfolgend Mag. Dr. Gustav Lebhart (Wien, MA 5, Referat Statistik und Analyse) mit dem Thema „Integration und Verwaltung – demografische Herausforderungen für die Stadtregionen Österreichs“, wobei messbare Ergebnisse in Form von Integrationsindikatoren unter gleichzeitiger Betrachtung der Bevölkerungs-veränderung in der Zeit von 1960 bis 2009 zur Gestaltung von Politik einen Beitrag leisten sollen. Aus dieser Betrachtung lassen sich zwei zentrale Fragen für die Zukunft ableiten: Welche Anpassungen sind in der öffentlichen Dienstleistung aufgrund der demografischen Entwicklung vorzunehmen und welche Auswirkungen ergeben sich auf die Personalressourcen der öffentlichen Verwaltung durch den Aspekt der demografischen Entwicklung? Dr. Bernhard Perchinig (Universität Wien, Politikwissenschaft) gab die Rolle der Regelinstitutionen in der Einwanderungs-gesellschaft unter dem Motto „Qualität statt Parallelverwaltung“ zu bedenken. Im Anschluss beleuchtete Mag. Dieter Schindlauer (Direktor Sinnfabrik, Menschenrechte und Diversität) in seinem Vortrag „Diversität statt Diskriminierung“, wie diskriminierende Systeme funktionieren und warum das Diversitätskonzept für Verwaltungen zielführend ist.

Der Fachausschuss Integration
Die Sitzungen des Fachausschusses Integration beschäftigen die Städte jeweils im Frühjahr und Herbst eines Jahres mit speziellen und vor allem aktuellen Themen, die einerseits dem Informations- und Erfahrungsaustausch dienen und andererseits die Vernetzung der Städte durch die Regelmäßigkeit der Treffen in besonderer Weise fördern.
01. Dezember 2010