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Machten sich ein Bild von einer sanierten IIG-Wohnung: IIG-Geschäftsführer Franz Danler, Wohnungsstadtrat Andreas Wanker, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer sowie Bausachverständiger Karl Torghele (v. l.)
© IKM/Sulaiman
Machten sich ein Bild von einer sanierten IIG-Wohnung: IIG-Geschäftsführer Franz Danler, Wohnungsstadtrat Andreas Wanker, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer sowie Bausachverständiger Karl Torghele (v. l.) © IKM/Sulaiman

IIG setzt bei Sanierungen auf die Gesundheit

Ökologische Baukriterien werden lückenlos angewendet

In der Tiroler Landeshauptstadt gibt es rund 74.000 Wohnungen; ein Teil davon wird von der Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) betreut. Diese setzt seit 2017 lückenlos auf ökologische Baukriterien bei Wohnungssanierungen. Pro Jahr setzt die hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Innsbruck rund 300 Wohnungen instand.

„Die IIG besitzt und betreut rund 6.000 Wohnungen. Die Mieterinnen und Mieter verbringen viel Zeit in ihren Wohnungen. Ein gesundes Raumklima sowie Baustoffe, die möglichst wenige Schadstoffe enthalten, tragen zu einer hohen Wohnqualität bei. Diese wollen wir in Zukunft weiter steigern. Durch gezielte Produktwahl ist es möglich, bis zu 90 Prozent der innenraumluftrelevanten Schadstoffe zu vermeiden.“, erklärt Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer.

Auch Wohnungsstadtrat Andreas Wanker sieht die Sanierungen positiv: „Hinsichtlich der Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit sind im Zusammenhang mit Baustoffen sehr deutliche Unterschiede zu erkennen. Durch die von den IIG durchgeführten Instandsetzungsmaßnahmen wird eine nachhaltige und gesunde Raumluft für unsere Mieterinnen und Mieter unterstützt.“

IIG-Geschäftsführer Dr. Franz Danler schließt sich an: „Baumaterialien haben großen Einfluss auf Wohnklima und -qualität. Deshalb verwenden wir ausschließlich Produkte, die einen speziellen Qualitätsicherungsprozess erfolgreich durchlaufen haben bzw. entsprechende Gütesiegel aufweisen. Durch die Anwendung der ,gesunden Sanierung‘ bei ca. 300 Wohnungen im Jahr profitieren sehr viele Personen davon.“

Bausachverständiger und -experte DI Dr. Karl Torghele arbeitet eng mit der IIG zusammen und trägt damit wesentlichen Anteil an der Verbesserung der Wohnqualität in den städtischen Wohnungen: "Wohngesundheit und Behaglichkeit werden maßgeblich durch die eingesetzten Baustoffe wie Putze, Farben, Lacke oder Kleber mit bestimmt. Manche Baustoffe helfen ,aktiv‘ das Raumklima zu verbessern, indem diese Feuchtigkeit oder Luftschadstoffe puffern. Die richtige Baustoffwahl sorgt so für gute Luftqualität. Im Zuge der Wohnungssanierungen greift die IIG bewusst auf solche Produkte zu, um für die Nutzerinnen und Nutzer eine wesentliche Grundlage für ein gesundes und ein behagliches Raumklima zu schaffen“, erklärt er.

„Baubook“ als Maßstab

Um sicherstellen zu können, dass die verwendeten Baustoffe und Materialien den ökologischen Ansprüchen der IIG genügen, wird das sogenannte „Baubook“ herangezogen. Dabei handelt es sich um eine Informations- und Kommunikationsplattform für energieeffizientes und ökologisches Bauen. Die darauf festgehaltenen Kriterien müssen erfüllt sein – nur dann wird ein Baustoff für eine Sanierung verwendet. So kommen zukünftig beispielsweise bei den Bodenlegearbeiten zusätzlich zu den bisher verwendeten Eichenparkettböden in Gängen und Küchen Kautschukbelege zur Anwendung. Diese entsprechen den ökologischen Anforderungskriterien. Die dazu notwendigen Klebestoffe sind ebenfalls emissions- und lösungsmittelarm.

Ein weiteres Beispiel für ökologische Sanierungsmaßnahmen ist beispielsweise die Anwendung von rein mineralischem Putz ohne Biozide und Kunststoffanteile. Weichmacher beim Innenputz sowie bei Maler- und Anstreicharbeiten werden künftig sowohl im Innen- als auch im Außenbereich, wie bei Fenstern, mit wasserbasierenden Beschichtungen ausgeführt. Bei Lacken und Lasuren werden ausschließlich lösungsmittelfreie und emissionsarme Produkte verwendet.

Auf einem guten Weg

Zwar werden ökologische Wohnungssanierungen aktuell bei der IIG forciert; neu ist diese Herangehensweise aber nicht. "Einige Maßnahmen, wie zum Beispiel die teilweise Verwendung von halogen- und PVC-freien Materialien im E-Installationstechnik-Bereich, werden bereits seit Jahren umgesetzt“, erklärt Geschäftsführer Danler. Positiv streicht er zudem die Tatsache hervor, dass bei der Verwendung von ökologischen Produkten in der Wohnungssanierung kaum noch preisliche Unterschiede feststellbar sind. IIG-MieterInnen profitieren somit nachhaltig von sanierten Wohnungen. (DH)