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Öffi - Tarifdebatte

70 Prozent im Genuss vergünstigter IVB-Tarife.
Zum Preisvergleich der AK über die österreichischen Verkehrsverbünde nehmen Innsbrucks Bürgermeisterin Mag. Christine Oppitz-Plörer und DI Martin Baltes, Geschäftsführer der Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB), Stellung. Oppitz-Plörer „Die Ticketpreise für Bus und Tram entwickelt jede Stadt und jede Region so, wie es für die Finanzierung der Leistung erforderlich ist. Die Kosten für den Betrieb von Bus und Tram in Innsbruck tragen die Stadt, die IKB AG, der VVT und natürlich die Fahrgäste. Die Fahrgastzahlen sind in den letzten 10 Jahren in Innsbruck um 12% gestiegen. Rund 70% der InnsbruckerInnen haben Zugang zu rabattierten Tarifen, wie den Innsbruck-Tickets für StudentInnen, für SeniorInnen, für SchülerInnen oder dem TopTicket – für diese KundInnen geht der AK-Preisvergleich jedenfalls ins Leere.“

Diesel um 100 %, Strom um 250 % teurer

Baltes zufolge haben sich in den letzten 10 Jahren auch die Kostentreiber für den Betrieb von Bus und Tram drastisch erhöht: Diesel um fast 100%, Strom um fast 250% - die Personalkosten um fast ein Drittel: „Diese Kostensteigerungen wurden und werden nicht vollständig an die KundInnen weiter gegeben.“

IVB-MitarbeiterInnen leisten enormes

Der IVB-Geschäftsführer verweist darauf, „dass durch Rationalisierungen und Produktivitätssteigerungen insbesondere die KollegInnen der IVB einen großen Beitrag dazu leisten, dass der Nahverkehr in Innsbruck bezahlbar bleibt. Zudem konnte in den letzten Jahren der Leistungsumfang in Innsbruck erheblich ausgebaut werden und im März 2012 folgt hier der nächste große Schritt, für den die Stadt Innsbruck die Hauptlast der Finanzierung trägt.“

IVB-KundInnen schätzen Angebot

„Innsbruck hate einen sehr hochwertigen ÖPNV und wie die Entwicklung der Fahrgastzahlen und die letzten KundInnenbefragungen zeigt, schätzen die IVB-KundInnen dieses Angebot. Allein beim Innsbruck-Ticket Student wurden in diesem Wintersemester bisher 27% mehr gekauft als im Vergleichszeitraum des Vorjahres“, erklärt BM Oppitz-Plörer.

Preise regelmäßig und vernünftig anpassen

„Der AK-Vergleich einzelner Ticketpreise verschiedener Städte und Regionen ist wenig hilfreich, da er nicht das jeweilige Gesamtgefüge von Kosten und Leistungen berücksichtigt. Wichtig ist die Akzeptanz vor Ort“, betont Baltes. Mit dem Innsbruck-Ticket Jahr kosten Bus und Tram € 1,19 pro Tag, für SeniorInnen sind es € 0,89 pro Tag, für StudentInnen € 0,66 am Tag und für Topticket KundInnen € 0,71 pro Tag.

Baltes: „Wir werden auch künftig die Preise jährlich anpassen und ein verträgliches Gefüge der Finanzierung des Bus- und Tramangebotes durch Steuern und Ticketerlöse dauerhaft sicherstellen. Und vermutlich wird ebenso in dieser Regelmäßigkeit der AK-Präsident dies mit seinen Kraftausdrücken kommentieren.“
14. November 2011