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Nutzung des Rotundenareals

Keine Reihung einzelner Projekte durch eine Jury
„Es ging beim Ideenfindungsprozess für das Rotundenareal nicht um die Bewertung und Reihung einzelner Projekte durch eine Jury oder ein einzelnes spezialisiertes Büro, es ging um die Einbeziehung möglichst vieler Menschen, ihrer Ideen und Sichtweisen und um die gemeinsame Entwicklung einer Strategie für die Nachnutzung“, stellt der amtsführende Stadtrat Mag. Gerhard Fritz zu heutigen Medienberichten klar.

Auch stünde nicht nur eine „Befüllung“ des nun leer stehenden Rotundengebäudes im Vordergrund, sondern vielmehr die Stadtentwicklung im Saggen und der Bereich zwischen Rotunde, ehemaliger Talstation und der denkmalgeschützten Brücke der ehemaligen Hungerburgbahn. „Um einen Stadtraum sozusagen ‚an der Kante‘ von Stadt, Fluss und Berg und um den wichtigen Ort an der Innpromenade und am Rande des Saggen“, so der für Stadtentwicklung und Stadtplanung zuständige Stadtrat weiter.

Über die verschiedensten Kanäle – vom Internet bis zur persönlichen Vorsprache – wurden gut 1.000 Ideen gesammelt, zu „Clustern“ von Nutzungsvarianten gruppiert und diskutiert. Zweimal je drei Tage fanden Interessierte aus allen Bevölkerungsschichten in den Stadtsälen Gelegenheit, sich zum gemeinsamen Arbeiten zu versammeln. Gemeinsam wurden so die Ansprüche an die Entwicklung des Areals, die Wünsche aus der Bevölkerung und schließlich die Kriterien zur Beurteilung konkreter Projekte erhoben.

Dabei wurde deutlich, dass mögliche Lösungen wirtschaftlich vertretbar sein müssen, ohne eine Kommerzialisierung anzustreben. „Nichts Einmaliges, Spektakuläres soll es werden, auch keine Touristenattraktion, sondern nachhaltiger kultureller Mehrwert für die Stadtbevölkerung – ein Raum der Kommunikation, des Zusammenkommens, ein Arbeitsraum auch für die Kreativen in unserer Stadt“, betont Stadtrat Fritz.

Vielfältige Nutzungsideen
Ein Zukunftslabor anstelle der alten Talstation, eine Brücke, die auch begehbar ist und aus der Stadt in die Bergwelt führt, ein Platz am Inn mit hoher Aufenthaltsqualität, sowie eine Rotunde als multifunktional (also etwa auch als Bühne oder Konzertraum) nutzbarer Schauraum und Projektionsfläche – so lässt sich ungefähr das Ergebnis des mehrmonatigen gemeinsamen Nachdenkens und Diskutierens vieler InnsbruckerInnen zusammenfassen.
„nonconform Architektur vor Ort“, die im Auftrag von Stadt Innsbruck und Land Tirol diesen Prozess organisiert und begleitet haben, erstellen derzeit einen Endbericht samt Machbarkeitsprüfung für die einzelnen Schritte, als Grundlage für die weiteren Entscheidungen in den Gremien von Stadt und Land. Der Bericht wird im Mai präsentiert werden.
„Bei allem Respekt für jede einzelne Idee: Wir sind schon viel weiter, als jede Idee für sich genommen am Anfang war. Lobbying für einzelne Ideen oder gar Verwertungsinteressen ist nicht angebracht“, so der Planungsstadtrat: „Das gemeinsame Werk vieler engagierter BürgerInnen wird zu respektieren sein, und letztendlich werden Gemeinderat und Landtag anhand der Machbarkeitsstudie und der Kostenschätzungen über das weitere Vorgehen zu beschließen haben.“
15. Februar 2013