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7 gute Gründe für Innsbrucks Neue Mittelschulen

Die Neue Mittelschule (NMS) ist besser als ihr Ruf. Das ist gewiss. In Innsbruck bieten zehn städtische Neue Mittelschulen unterschiedlichste Schwerpunkte an. Somit ist sicherlich für jede Interessenslage etwas dabei. Die folgenden sieben Gründe sind ein Beleg für die hohe Qualität und das große Engagement in unseren Pflichtschulen – besonders den NMS.

1. Zwei Lehrpersonen – individuellere Betreuung

In den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch werden die Klassen von jeweils zwei Lehrpersonen unterrichtet. Damit kann auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Begabungen der Kinder viel besser und zielgerichteter eingegangen werden. Die individuelle Förderung rückt so in den Vordergrund. Sowohl Stärken als auch Schwächen – diese sind ja bei jedem Kind von Fach zu Fach verschieden – können dadurch bestmöglich gefördert bzw abgefedert werden.

2. Unterschiedliche Schwerpunkte

Alle Innsbrucker Neue Mittelschulen haben unterschiedliche Schwerpunkte. Während dies in der NMS Reichenau beispielsweise der Bereich Sport ist, steht in der NMS Olympisches Dorf die Musik im Fokus, die NMS Hötting West beherbergt die Football Akademie und die NMS Gabelsbergerstraße wird zur UNESCO Schule aufgrund ihres hohen sozialen Engagements. Durch dieses System kann auf die unterschiedlichen Wünsche, Fähigkeiten und Talente der Kinder sehr gut eingegangen werden. Die persönlichen Interessen und Fähigkeiten stehen im Vordergrund, wodurch interessiertes Lernen möglich wird. 

3. Umfangreiche Betreuung

Die Grundidee der Neuen Mittelschule entspricht der einer ganztägigen Schule. Die Nachmittagsbetreuung der Kinder wird angeboten und entlastet somit vor allem berufstätige Eltern. Die Kinder essen in der Schule und erledigen ihre Hausübungen und Aufgaben dort „Deshalb ist es besonders wichtig, dass den Schülerinnen und Schülern ein Umfeld geboten wird, in dem sie sich wohlfühlen. Viele von ihnen verbringen viel Zeit in der Schule“, erklärt Stadtrat Ernst Pechlaner. In acht von zehn NMS wird dieses Konzept bereits umgesetzt. Auch der verschränkte Unterricht, also Unterrichts- und Freizeitzeiten, die sich über den ganzen Tag verteilt abwechseln, wird vermehrt angewandt.

4. Gruppen mit „AHS-Niveau“

Die Neuen Mittelschulen und die AHS Unterstufe, also die sogenannte Sekundarstufe Eins, haben den gleichen Lehrplan. Es wird also in den Unterstufen der Gymnasien und in den NMS genau das gleiche unterrichtet, nur teilweise auf eine andere Art und Weise. In den letzten beiden Schuljahren werden die Hauptfächer Deutsch, Mathematik und Englisch als „grundlegende allgemeine Bildung“ und „vertiefte allgemeine Bildung“, die dem AHS-Niveau entspricht, angeboten.

„ Innsbrucks Neue Mittelschulen fahren eine sehr gute Linie: Vor allem durch die zweite Lehrperson in den Klassen kann auf die Bedürfnisse der Kinder individueller eingegangen werden. Auch die vielen unterschiedlichen Schwerpunkte sowie die Ganztagesform sehe ich als großen Vorteil dieser Schulform.“

Stadtrat Ernst Pechlaner

Stadtrat Ernst Pechlaner

5. Mehr individuelles Angebot

Einer der größten Unterschiede der Neuen Mittelschulen gegenüber der AHS ist die innere Differenzierung: Insgesamt sechs Lehrerarbeitsstunden pro Woche und Klasse werden vom Unterrichtsministerium zusätzlich finanziert. Diese können von jeder Schule individuell eingesetzt werden. Dadurch entsteht eine größere Vielfalt an Angeboten für die Schülerinnen und Schüler. Damit wird ein weiterer Schritt hin zu einer wirklichen bedarfsorientierten Bildung genommen

6. Mehr Arbeitsplätze

Besonders für JunglehrerInnen ist es aktuell schwierig eine Lehrverpflichtung zu bekommen. Durch den zusätzlichen Bedarf an Lehrpersonen werden Arbeitsplätze geschaffen. Das Unterrichtsministerium geht davon aus, dass durch eine flächendeckende Einführung der Neuen Mittelschule rund 4 000 neue Arbeitsplätze gewonnen werden können.

7. Individuelle Förderung

In der Neuen Mittelschule gibt es keine Leistungsgruppen. Die SchülerInnen haben den gleichen Unterricht, eine zeitlich begrenzte Einteilung in unterschiedliche Lerngruppen ist zur individuellen Förderung aber durchaus möglich. Differenziert wird lediglich bei der Benotung in der dritten und vierten Klasse durch den Vermerk, ob in den Hauptfächern (D, M, E) die grundlegenden oder die vertiefenden Bildungsziele erreicht worden sind. (DH)