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NHT und IKB präsentieren Null-Energiekosten-Haus

Gesamte Energie für Heizung und Warmwasser werden selbst produziert
Die Neue Heimat Tirol (NHT) errichtet auf dem Baurechtsgelände der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) in Innsbruck/Kranebitten ein Null-Energiekosten-Gebäude mit 26 Mietwohnungen samt Tiefgarage. Das Besondere an diesem Bauwerk ist, dass die IKB das Energiekonzept und die NHT das Passivhauskonzept mit wissenschaftlicher Begleitung weiter entwickelt hat und die gesamte Energie für Heizung und Warmwasser selbst produziert wird. Mehr noch: Der überschüssige Strom wird für die Allgemeinbeleuchtung eingesetzt. Das Energie-Management besorgt die IKB mittels ProContracting.

Zum Spatenstich für dieses technisch sehr anspruchsvolle Vorhaben trafen sich Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer mit Vize-BM Christoph Kaufmann, NHT-Geschäftsführer Klaus Lugger mit Geschäftsführer-Kollegen Hannes Gschwentner sowie IKB-Vorstandsvorsitzender Harald Schneider in Kranebitten. Das von architekt vogl-fernheim ZT-GmbH entworfene Projekt wird 4,6 Mio. € kosten und im Frühjahr 2015 fertiggestellt sein.

Oppitz-Plörer: NHT und IKB innovativ

Oppitz-Plörer zeigte sich angetan von der Innovationskraft von NHT und IKB: „Die Mieterinnen und Mieter erwartet hier ein langfristiger Vorteil – nicht nur von der Kostenseite her sondern auch in Bezug auf die Umweltschonung. Denn damit bekommt der Innsbrucker Energieentwicklungsplan, der ja eine Verringerung des Gesamtenergiebedarfes um 17 Prozent bis 2025 vorsieht, kräftigen Auftrieb. Insbesondere die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energieträger um 27 Prozent wird hier kräftig forciert. Wichtig ist auch, dass sich das Ganze auch seitens der Herstellungskosten noch rechnet.“

Lugger: Vom Pilotprojekt zum Standard

Lugger verwies darauf, dass die NHT ihren ökologischen Nachhaltigkeitskurs ständig weiter entwickle und betonte: „Hier haben wir wieder ein pionierhaftes Projekt, in dem die gesamte Energie bis auf den Haushaltsstrom selbst erzeugt wird. Knowhow-Träger sind außer der NHT und der IKB auch die Universität Innsbruck sowie das Passivhausinstitut. Letztgenannte übernehmen auch die wissenschaftliche Kontrolle zumindest im ersten Betriebsjahr. Klappt alles wie geplant, wird dieses Pilotprojekt zum neuen Standard im NHT-Wohnbau.“

Schneider: ProContracting die ideale Lösung

Das von der IKB entwickelte Energiekonzept sieht Schneider zufolge eine Grundwasserwärmepumpe, eine thermische Solaranlage und eine Photovoltaik-Anlage vor: „Wir sorgen im Rahmen unseres ProContracting-Knowhows dafür, dass alle Energiekomponenten optimal zusammen spielen. Die gesamte Energie für Warmwasser, Heizung, ja sogar Allgemeinstrom wird am eigenen Grundstück – das im Eigentum der IKB bleibt – erzeugt. Darüber hinaus eventuell noch verbleibende Überenergie wird in das IKB-Stromnetz eingespeist.“
21. November 2013