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NHT übergibt letzte 66 Olympia-Wohnungen

Digitale IVB-Fahrplananzeigen in jedem Stiegenhaus
Die 13 Gebäude für die 1. Olympischen Jugendwinterspiele in der Innsbrucker General-Eccher-Straße mit 444 Wohnungen wurden nun Zug um Zug den wohnungssuchenden Innsbruckerinnen und Innsbruckern übergeben. Zur feierlichen Schlüsselübergabe der letzten Tranche mit 62 Mietkauf- und 4 Eigentumswohnungen hatten die Geschäftsführer der Neuen Heimat Tirol, Dir. DI (FH) Alois Leiter und Prof. Dr. Klaus Lugger, neben den künftigen BewohnerInnen auch Innsbrucks Bürgermeisterin Mag. Christine Oppitz-Plörer und Tirols Wohnbau- und Sportreferent, LHStv. Hannes Gschwentner eingeladen.

BM Oppitz-Plörer beglückwünschte die neuen „O-3erler“ zu ihrer attraktiven neuen Heimat: „Sie leben in zeitgemäßer Architektur, die gleichzeitig überaus wohnlich und mit einem Energiebedarf von 8 kWh je Nutzquadratmeter besonders energiesparend ist. Das 3. O-Dorf setzt den mit dem Lodenareal begonnen städtebaulichen Akzent in hervorragender Weise fort. Allen Beteiligten gratuliere ich zur gelungenen Umsetzung einer wahrlich olympiareifen Bauleistung.“

LHStv. Gschwentner betonte: „Dieses O-Dorf gilt mit seinem Passiv-Haus-Standard als Vorbild für weitere olympische Dörfer in aller Welt.“ Die Wohnbauförderungsmittel des Landes Tirol seien hier besonders effizient eingesetzt worden. Auch für die Wohnungssituation in Innsbruck stelle das O-3 eine große Bereicherung dar: „Mit diesem Wohnkomplex entstand in Innsbruck ein Stadtteil, der ungefähr gleich viele Einwohner wie der Ort Ried im Oberinntal beheimatet“, freut sich Gschwentner.

Lugger bestätigte dieses internationale Aufsehen: „Inzwischen haben über 100 Delegationen aus aller Welt dieses größte Passivhaus-Geviert Europas besucht.“ Diese besondere Qualität findet ihre Fortsetzung auch in den Wohnungskosten. Lugger rechnet vor: „Eine 50 qm² große Mietkaufwohnung, wie zuletzt übergeben, kostet 305 € inklusive aller Nebenkosten, Heizung, Warmwasser und Tiefgarage.“

Sportlich werden es nun auch die BewohnerInnen nehmen können. Leiter: „Allein die Abstellräume für 900 Fahrräder und die unmittelbare Nähe des Fahrradweges an der Sill sowie die ausgezeichnete Anbindung an das Bus-Netz der IVB animieren dazu, die Autos stehen zu lassen. Dazu tragen insbesondere auch die in jedem der 13 Gebäude im Stiegenhaus installierten digitalen Partnerscreens bei. Diese elektronischen Anzeigetafeln zeigen die Busabfahrtszeiten in Echtzeit an.“

Laut Leiter und Lugger ganz maßgeblich beteiligt am raschen Gelingen des O-Dorfes waren der Gemeinderat, der Stadtsenat, die Stadtplanung, die Baubehörde und die Wasserrechtsbehörde. Vor allem gelte dies auch der Wohnbauförderung des Landes. Die beiden NHT-Geschäftsführer würdigten auch den aus einem Wettbewerb als Sieger hervor gegangenen Architektenbüros Reitter/Eck&Reiter und dina4 dafür, dem ganzen Stadtteil einen olympischen Spirit einzuhauchen.

Das enorme Bauvolumen von € 61,7 Mio. tat insbesondere auch der von der Wirtschaftskrise gebeutelten Bauwirtschaft gut. Der Ankaufspreis der Liegenschaft betrug 14,1 Mio. €. Die nunmehr übergebenen 444 Einheiten umfassen 260 Mietwohnungen, 55 subjektgeförderte und 14 frei finanzierte Eigentumswohnungen, 53 betreute Wohnungen der ISD und 62 Mietkaufwohnungen. Die neue Polizeiinspektion Reichenau wurde bereits im Dezember 2011 feierlich übergeben.
13. April 2012