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NHT saniert Geviert mit rund 100 Wohnungen

Gebäude im Geviert Viktor-Dankl-Straße und Brucknerstraße sowie Hugo-Wolf-Straße werden saniert
Die Neue Heimat Tirol (NHT) beabsichtigt, in Innsbruck die Gebäude im Geviert Viktor-Dankl-Straße und Brucknerstraße sowie Hugo-Wolf-Straße mit 95 Wohnungen energietechnisch zu sanieren. Zudem sollen sieben neue Liftanlagen das bestehende E+4-Gebäude sowie zusätzlich zwei Aufstockungsgeschoße mit ca. 30 neuen Wohneinheiten erschließen. Dazu wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben und acht Architekten eingeladen. Die Jury beschloss einstimmig, das Projekt von Architekt DI Helmut Reitter zur Realisierung vorzuschlagen. Gemeinsam mit Planungsstadtrat Mag. Gerhard Fritz sowie den NHT-Geschäftsführern Prof. Dr. Klaus Lugger und Dir. Hannes Gschwentner wurde das Siegerprojekt in Innsbruck präsentiert.

STR Fritz: Wettbewerbe mobilisieren kreatives Potential

Planungsstadtrat Fritz betonte: „Aufstocken in einem relativ einheitlich strukturierten, geplant gewachsenen Stadtteil wie dem Blocksaggen ist eine nicht ganz leichte Aufgabenstellung. Aufstocken ist dringend nötig, um den Bedarf nach leistbarem Wohnraum in unserer stark wachsenden Stadt zu decken. Es ist aber auch ein Eingriff, der – wenn schlecht geplant – das Stadtbild und die Stadtteilstruktur erheblich beeinträchtigen kann. Daher hat der Gestaltungsbeirat zu mehreren geplanten Aufstockungen in gründerzeitlichen Stadtteilen Wettbewerbe verlangt. Da wird kreatives Potenzial der ArchitektInnen mobilisiert, und wir kommen so gewissermaßen zu einem ´Werkzeugkasten´ verschiedener Typologien und Lösungsansätzen, den wir systematisch erweitern und immer wieder anwenden können. In der Brucknerstraße haben wir eine sehr schöne Lösung gefunden und dafür möchte ich mich bei allen teilnehmenden ArchitektInnen und bei der NHT bedanken.“


Das Siegerprojekt

Der Gebäudezug im Innsbrucker Stadtteil Saggen („Blocksaggen“) mit neun Stiegenhäusern wurde 1951 fertig gestellt. Er weist laut Energieausweis einen Energieverbrauch von 128 KW pro m² und Jahr auf. Durch die Sanierung soll der Verbrauch halbiert werden. Konkret wird vom Ist-Bestand der Dachstuhl abgetragen und aufgestockt.

Das von Architekt Reitter dem Bestand aufgesetzte neue Gebäude-Volumen ist zur Brucknerstraße als ein längs gestreckter, zweigeschossiger Riegel und zur Hugo-Wolf-Straße als punktuelle Erhöhung des Hauses um drei zusätzliche Geschosse ausgebildet. Die beiden Bauteile sind durch eine eingeschnittene Terrasse getrennt.

Die Erschließung erfolgt über umgebaute Bestands-Stiegenhäuser. Diese werden von der Hofseite barrierefrei ausgebildet. Die neuen Wohnungen sind in Richtung Nordosten und Südwesten durchgesteckt. Sie können verschieden eingerichtet und eingeteilt werden. Die bauplastische Gliederung lässt die Aufstockung zur Brucknerstraße leicht und unangestrengt erscheinen.

Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten

Die einzelnen Wettbewerbsarbeiten können im Dachgeschoß der NHT in der Gumppstraße 47, in Innsbruck von Montag, 17.3.2014 bis Freitag. 21.3.2014 während der Geschäftszeiten frei besichtigt werden.
Alle Preisträger werden zudem auf der Homepage der Architekten-kammer unter www.architekturwettbewerbe.at veröffentlicht.
17. März 2014