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NHT präsentiert Siegerprojekt

„Sozialpastorales Zentrum St. Paulus“ samt Kindergarten und rund 60 Mietwohnungen
Die Neue Heimat Tirol (NHT) errichtet im Einvernehmen mit der Pfarre St. Paulus in der Innsbrucker Reichenau das sozialpastorale Zentrum St. Paulus samt Kindergarten und rund 60 Mietwohnungen. Das aus dem Realisierungswettbewerb hervor gegangene Siegerprojekt entwarf das Architektenteam Marte/Marte. Planungsstadtrat Mag. Gerhard Fritz, Pfarrer Mag. Paul Kneußl, NHT-Geschäftsführer Prof. Dr. Klaus Lugger sowie die Wettbewerbssieger Marte/Marte erläuterten das Gesamtprojekt.

Planungsstadtrat Fritz erläuterte: „Es ging ja darum, ein neues ,Stadtteilzentrum‘ zu schaffen, das die Kirche in den Mittelpunkt stellt, aber doch wirtschaftlich alle nötigen Funktionen unterbringt und auch noch zusätzlichen Wohnraum, vor allem auch für betreutes Wohnen, bereit stellt. Das ist mit dem Siegerprojekt des Wettbewerbs eindrucksvoll gelungen. Nach dem Lodenareal und dem O3 wird somit ein weiterer Akzent gesetzt, der den Charakter der Reichenau als schön durchgrüntem Stadtteil bewahrt und gleichzeitig neues Leben hineinbringt.“

Das Siegerprojekt Marte/Marte

Das geplante sozialpastorale Zentrum St. Paulus umfasst laut Lugger eine Pfarrkanzlei, den Pfarrsaal, die Sakristei und ein Jugendzentrum. Zusätzlich werden der Kindergarten neu errichtet und zusätzlich 60 Mietwohnungen gebaut. Außerdem bieten die Barmherzigen Schwestern Zams auf 400 qm² ein betreutes Wohnen an. Die Arbeiten kosten 12,7 Mio. € und sollen im Herbst 2013 beginnen.

Das Siegerprojekt fügt in einer lockeren Anordnung drei Baukörper zur bestehenden Kirche hinzu. Die Identität des Kirchzentrums wird durch die Idee einer kampusartigen Einheit erzeugt. Entsprechend wichtig sind im Zusammenspiel der Baukörper die Qualität der Freiräume, insbesondere die Verbindung und Durchlässigkeit zum Grünraum im Süden. Das zur Kirche gepaarte pastorale Zentrum weist zwei Geschoße auf, und respektiert dadurch in seiner Setzung und Größe die Bedeutung des Kirchenkörpers.

Das Wohngebäude mit seinen 11 Geschoßen verklammert sich städtebaulich auf interessante Weise mit dem bestehenden Wohnquartier und bildet gleichzeitig das Gelenk zum Kirchenzentrum. Der Kindergarten als eigenständige Einheit setzt sich in Bezug zum Wohnquartier und rundet die kampusartige Komposition des Zentrums ab.

03. Oktober 2012