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Neues Gesicht für die Umbrückler Alm

Siegerprojekt stammt von den Architekten Philip Lutz & Elmar Ludescher
Das Almwesen hat in der Tiroler Landeshauptstadt eine besondere Bedeutung, gelten Innsbrucks Almen doch als beliebte und viel frequentierte Treffpunkte der Bevölkerung. Eine davon, die Umbrückler Alm, wird neu errichtet. Nachdem ein Konzept zur Neuerrichtung vorlag, wurde im November 2013 von der Innsbrucker Immobilien Gesellschaft (IIG) ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Unter dem Vorsitz von Univ. Prof. Architekt Walter Angonese wurden die sieben eingebrachten Beiträge beurteilt und nach eingehender Beratung das Projekt von den Architekten Philip Lutz und Elmar Ludescher einstimmig zum Sieger gewählt. In Anwesenheit der Wettbewerbssieger präsentierten Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer, Vizebürgermeister Christoph Kaufmann, Amtsleiter DI Andreas Wildauer (Land- und Forstwirtschaft), IIG-Geschäftsführer Dr. Franz Danler und Architekt Walter Angonese am 24. Februar das Siegerprojekt im Rathaus der Öffentlichkeit.

Vorfreude auf die neue Alm
Bürgermeisterin Oppitz-Plörer beschrieb das Siegerprojekt als „großartiges Projekt zweier Koryphäen“. „Für die nächsten Jahrzehnte wird die Umbrückler Alm eine herausragende Einrichtung für alle Innsbruckerinnen und Innsbrucker sowie Touristinnen und Touristen“, zeigt sie sich überzeugt. Einen großen Dank richtete die Bürgermeisterin an den ressortzuständigen Vizbürgermeister Kaufmann, die IIG, die städtischen MitarbeiterInnen rund um Amtsvorstand Wildauer sowie die Architekten und alle Beteiligten: „Gemeinsam wurde die optimale Lösung für den Neubau gefunden. Die Umbrückler Alm spiegelt nicht nur den alpin-urbanen Markenkern der Stadt Innsbruck wieder, sie wird zentrales Element für die Lebensqualität und Erlebensqualität der Bevölkerung auf der Nordkette.“

Auch Amtvorstand Wildauer freut sich über das Projekt und sieht in der neu entstehenden Alm einen Treffpunkt, wo Umweltbewusstsein und Naturbewusstsein gelernt und an die nächsten Generationen weitergegeben werden kann. Juryvorsitzender Angonese beglückwünschte die Tiroler Landeshauptstadt zum Siegerprojekt und erklärte weiter: „In Innsbruck liegt die Latte an herausragender Architektur sehr hoch.“

„Am 20. November 2013 wurde im Stadtsenat die Neuerrichtung der Umbrückler Alm beschlossen. Heute, nur drei Monate und vier Tage später, können wir nun den Wettbewerbssieger präsentieren“, verwies Geschäftsführer Danler auf den schnellen Verlauf: „Bereits im Herbst sollen dann die Arbeiten vor Ort beginnen.“ Außerdem lud er alle Interessierten ein, die Ausstellung zum „Wettbewerb Umbrückler Alm“ im 7. Stock des Rathauses (oberhalb des Café Lichtblick) zu besuchen.
Öffnungszeiten:
24. Februar: 14:00 bis 17:00 Uhr
25. Februar: 09:00 bis 12:00 und 13:00 bis 17:00 Uhr
26. Februar: 09:00 bis 12:00 und 13:00 bis 17:00 Uhr

Besondere Anforderungen an ein besonderes Gebäude
Durch den Neubau der Umbrückler Alm wird das Angebot an Einkehrmöglichkeiten für Winter- als auch SommersportlerInnen am Fuße der Nordkette erweitert. WandererInnen, MountainbikerInnen, SchifahrerInnen und TourengeherInnen sowie alle Naherholungssuchenden werden zum Verweilen auf der Terrasse oder in den gemütlichen Gaststuben eingeladen.

Das neue Gebäude wird am Grundstück des ehemaligen Standortes entstehen. Aufgrund dieser außergewöhnlichen Lage sowie der besonderen Nutzung (ganzjähriger Gastbetrieb) werden an den Neubau besondere Anforderungen in Bezug auf die Funktionalität, Ökologie und Nachhaltigkeit gestellt: Unter einer großzügigen Dachkonstruktion vereint das Projekt diese hohen Ansprüche.

„Unser Projekt verstärkt die dortige alpine Lichtung und soll die Waldlandschaft weiter erlebbar machen. Das Gebäude soll sowohl einladend, selbsterklärend, einfach als auch überschaubar sein,“ präsentierte Architekt Lutz den Entwurf.

Ideale Einfügung in die Natur
Ohne aufwändige Erdarbeiten passt sich der geplante Baukörper in die vorhandene Topografie ein. Der Weg zweigt sich an der Stelle des geplanten Neubaus und wird zum Platz bzw. zur Terrasse, die durch das Haus zu gehen scheint. Auf diese Weise gibt es keine Gebäuderückseite und das Gebäude lädt die BesucherInnen gleichermaßen bergwärts- wie talwärts kommend zum Verweilen ein. Das vielflächig geneigte Dach überdeckt einen umlaufenden Balkon, der wiederum einen witterungsgeschützten Blick in die Stadt ermöglicht. „Nicht zuletzt aufgrund der zurückhaltenden und naturbelassenen Materialien, die verwendet werden, entsteht ein Gefühl der Geborgenheit und Gemütlichkeit“, erklärte Architekt Ludescher.

Auf dem Eingangsgeschoß werden die beiden Gaststuben, die sich um einen großen Kamin gruppieren, die Bar, Küche und diverse Nebenräumlichkeiten angeordnet. Über eine Stiege gelangt man in das Untergeschoß mit den Sanitäreinheiten, einem Ausstellungsraum, den Zimmern der PächterInnen sowie den Technikräumlichkeiten.
24. Februar 2014