Logo Innsbruck informiert
1290423113_0.jpg

Neuer Abwasserkanal König-Laurin-Allee bis Bozner Platz

Die IKB spart mit neuartigem Maulwurf 50 % der Bauzeit.
Am 10. Jänner 2011 starten die Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) im Rahmen ihrer Kanalbauoffensive 2020 eine Premiere: Bei der Erneuerung des Abwasserkanals zwischen König-Laurin-Allee, Museumstraße, Meinhardstraße bis zum Bozner Platz wird nicht mehr die Fahrbahn aufgegraben – vielmehr setzen sich die Baggerzähne einer „Teilschnittmaschine“ in Bewegung. Acht Meter unter der Straße fräst das Bohrgerät einen Tunnel, und zwar exakt im Umfang des neuen Abwasserkanals im Durchmesser von 2,20 Metern. „Dieser grabenlose Kanalbau vermeidet eine großflächige Baustelle. Vor allem wird dadurch die Bauzeit um die Hälfte verkürzt, sodass der neue Kanal voraussichtlich bereits im April 2012 fertig sein wird,“ betonte IKB-Vorstandsvorsitzender DI Harald Schneider bei der Präsentation dieser 4,5 Mio. Euro-Investition gemeinsam mit Innsbrucks Bürgermeisterin Mag. Christine Oppitz-Plörer.

3500 Baustellenfahrten weniger

Die Bürgermeisterin ist von der innovativen Grabungstechnik mehrfach angetan: „Durch das höhere Bautempo werden die AnwohnerInnen deutlich weniger durch Lärm, Staub und Abgase belästigt. Auch die Beeinträchtigung des Straßen- und Lieferverkehrs hält sich in erträglicheren Grenzen.“ Da nur mehr – bis auf sieben Startschächte für das Bohrgerät – der Kanalquerschnitt ausgehoben wird, verringert sich der Aushub gegenüber der traditionellen Aufgrabetechnik von 41.000 m³ auf nur noch 11.000 m³. Das sind 3500 eingesparte LKW-Baustellenfahrten.

Mehr Hochwasser-Sicherheit für Altstadt

Für Oppitz-Plörer ist der neue Abwasserkanal mit einem wesentlich höheren Transportvermögen von 5.000 Litern/Sekunde noch aus einem weiteren Grund besonders wichtig: den verbesserten Hochwasserschutz, gerade nach Starkregen. Der Kanal führt die Abwässer aus Innsbruck (Wilten, Vill, Igls) und den Gemeinden Mutters und Natters direkt zum Klärwerk. „Damit wird die Altstadt als tiefstgelegener Punkt Innsbrucks entscheidend entlastet“, unterstreicht die Bürgermeisterin.
04. Jänner 2011