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320 neue Urnennischen für eine würdige Bestattung

Individuell zugeschnittene Bestattungen
Aufgrund der gestiegenen Nachfrage an Kremierungen wurde nun am Westfriedhof ein neuer Urnenhain mit 320 Nischenplätzen gebaut. Durch die gute Zusammenarbeit von IIG, Bundesdenkmalamt, Stadtgartendirektion, Friedhofsverwaltung und heimischen Firmen entstand ein stimmiges Areal, das sich bestens in den Parkcharakter des Westfriedhofs einfügt.

Am 19. Juni wurde der neue Urnenhain im Beisein von Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer und des ressortführenden Stadtrats Mag. Gerhard Fritz von Abt Raimund Schreier sowie Pfarrer Eberhard Mehl als Vertreter der Evangelischen Kirche eingeweiht und gesegnet. Auch zahlreiche an der Planung und Umsetzung Beteiligte – allen voran IIG-GF Dr. Franz Danler und Friedhofsreferent Mag. Alexander Legniti – waren dabei, um das Endergebnis ihrer Arbeit mit eigenen Augen zu sehen.

„Die Stadt Innsbruck ist als Erhalterin von sieben Friedhöfen in einer großen Verantwortung“, erklärte Bürgermeisterin Oppitz-Plörer: „Es ist mehr als ihre moralische Aufgabe, den Menschen in der Zeit der Trauer zur Seite zu stehen und sie ihnen so weit es geht zu erleichtern. Dazu gehört es auch, Rahmenbedingungen zu schaffen, die unkomplizierte und individuell zugeschnittene Bestattungen ermöglichen. Allen am neuen Urnenhain Beteiligten möchte ich deshalb an dieser Stelle für die sensible Ausführung meinen Dank aussprechen. Durch Ihre Arbeit ist es möglich, den sich ändernden Anforderungen der Gesellschaft gerecht zu werden.“

Stadtrat Fritz hob die kulturelle Bedeutung der Friedhöfe hervor: „Friedhöfe haben viele Aspekte, sie sind auch Naherholungsflächen und Kulturstätten, die es zu erhalten gilt. Seit Kurzem sind wir der ASCE (Vereinigung signifikanter Friedhöfe) beigetreten, um zu lernen, unser Kulturerbe noch besser zu bewahren. Erhalten müssen wir sie aber auch als letzte Ruhestätte und dabei sind wir mit Initiativen wie dieser auf einem guten Weg.“

Für eine stimmige, musikalische Umrahmung sorgte ein Bläserensemble rund um Musikschuldirektor Dr. Wolfram Rosenberger.

Hand in Hand zum neuen Urnenhain
Der erste kleinere Teil der neuen Urnenanlage wurde im Jahr 2012 fertiggestellt, der größere zweite folgte nun. Die Anlage wurde von der IIG geplant, vom Bundesdenkmalamt „abgesegnet“ und von der Firma Fröschl in Kreativbeton ausgeführt. Die Firma Stainraich verlegte die Steinplatten, die für die Benützungsberechtigten der oberen Nischen die Möglichkeit bieten, Blumen, Kerzen oder ähnliches dort abzustellen. Auch ein neuer Brunnen wurde westlich der Anlage errichtet.
Obwohl der neue Urnenhain 320 Nischenplätze enthält, fügt er sich doch bestens in den Parkcharakter des Westfriedhofs ein: Die gärtnerische Planung erarbeitete Ing. Peter Brandsma (Referat Grünanlagen – Planung und Bau) und die gärtnerische Umsetzung erfolgte unter der Leitung von Stefan Engele (Stadtgartendirektion). Neben zwei Kastanienbäumen wurden zahlreiche Smaragd-Thujen und Rosenbüsche gesetzt. In den Trögen, die sich vor den unteren Nischenreihen befinden, wurden einjährige Blumen zur Verschönerung der Anlage gepflanzt.
Die Kosten für die Errichtung beliefen sich auf ca. 350.000 Euro.
19. Juni 2013