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Neue Tirolensie zu Anton Roschmann präsentiert

Die Universität Innsbruck ehrt den Polyhistor.
(RMS) Dem Tiroler Polyhistor (Universalwissenschaftler) Anton Roschmann wurde die jüngste Publikation des Instituts für Sprachen und Literaturen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Archäologie der Universität Innsbruck gewidmet. Vizebürgermeister Franz X. Gruber überbrachte im Namen der Stadt Innsbruck die Gratulationswünsche bei der Präsentation im Atrium am 13. Oktober: „Ich gratuliere zu dieser Publikation, schließlich war Anton Roschmann im 18. Jahrhundert einer der wichtigsten Persönlichkeiten im Innsbrucker und Tiroler Kulturleben.“ Auch Rektor Karlheinz Töchterle schloss sich den Gratulationen an.

Am 25. Juni 2010 jährte sich zum 250. Mal der Todestag von Anton Roschmann (1694-1760). Zu diesem Anlass erschien der Sammelband „Anton Roschmann (1694-1760), Aspekte zu Werk und Wirken des Tiroler Polyhistors“, um erstmals das umfassende und vielseitige Werk des bekannten Tiroler Forschers vorzustellen und in seiner fachlichen Breite zu würdigen.

Roschmann ist nicht nur aufgrund seiner zahlreichen Schriften, sondern auch durch sein zukunftsweisendes Engagement um verschiedene Einrichtungen und Sammlungen, wie etwa die Innsbrucker Universitätsbibliothek oder die Sammlungen auf Schloss Ambras, zu einem lohnenden Forschungsobjekt für Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen geworden. Daher kommen in dem interdisziplinären Sammelband Philologen, Archäologen, Historiker, Bibliothekswissenschafter, Kodikologen und Kunsthistoriker zu Wort und versuchen so der Vielseitigkeit des Werkes und Wirkens dieses Tiroler Universalgelehrten gerecht zu werden.

Früher gab es in Innsbruck einen offiziellen Hinweis auf Anton Roschmann im Umfeld der sogenannten „Alten Post“. Nach den Bombenschäden im zweiten Weltkrieg änderte man aber die Straßenführung im Bereich der Maria-Theresien-Straße, wo heute das Sporthaus Okay steht. Der Durchgang zum Landhausplatz vermisst heute den Bezug zu Roschmann.
14. Oktober 2010