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Neue Sillbrücke St. Bartlmä

Baustellenzufahrt für den Brennerbasistunnel mit Mehrwert
Die Bauarbeiten für den Brennerbasistunnel erfordern ab Herbst 2015 eine neue Zufahrt zum Gewerbegebiet St. Bartlmä und zum Areal des Frachtenbahnhofes. Dazu wird seitens der BBT SE (Brenner Basistunnel) unmittelbar südlich der Olympiabrücke eine neue Brücke über die Sill im Zeitraum Dezember 2014 bis Sommer 2015 errichtet.

Am südlichen Ende des Frachtenbahnhofes wird die Baustelle für den Einbau der Stollen- und Tunneltechnik eingerichtet. Im späteren Betrieb des Tunnels wird im Gewerbegebiet St. Bartlmä die Logistikzentrale mit Notfallausrüstung stationiert sein. Mit der neuen Sillbrücke wird das Gewerbegebiet St. Bartlmä direkt an den Südring angebunden – sie gewährleistet somit neben den Bauarbeiten für den Brennerbasistunnel die störungsfreie Zufahrt zu einem großen Spediteur im Gewerbegebiet.

Für Planung und Ausführung ging die BBT SE eine Kooperation mit der Stadt Innsbruck ein. Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer zeigt sich sehr erfreut über diese Kooperation, bietet sie doch die Möglichkeit, die Brücke nach Abschluss der Bauarbeiten am Brennerbasistunnel für die städtischen Verkehrsaufgaben zu nutzen. Die neue Brücke entlastet die Silluferstraße vom Schwerverkehr zum Gewerbegebiet St. Bartlmä. Sie wird so hergestellt, dass sie später auch Fuß- und Radwege für das städtebauliche Entwicklungsgebiet des Frachtenbahnhofs aufnehmen kann. „Gemeinsam mit der BBT SE streben wir den Mehrwert einer dauerhaften Nutzung auch nach Fertigstellung des Brennerbasistunnels an. Für die weitere Entwicklung des Frachtenbahnhofs, aber auch für das Gewerbegebiet ergibt sich ein zusätzlicher Nutzen, wenn die ursprünglich nur temporär vorgesehene Brücke bestehen bleibt“, so Innsbrucks Bürgermeisterin.

Die Stadt Innsbruck hat namens der BBT SE sechs Teams aus Zivilingenieuren für Bauwesen und Architekten zu einem anonymisierten Realisierungswettbewerb eingeladen. Zivilingenieur Dipl.-Ing. Thomas Sigl und Architekt Dipl.-Ing. Hans-Peter Gruber überzeugten die Jury mit ihrem Projekt. „Wir freuen uns sehr, dass wir nach der Tiflisbrücke an der Sillmündung, die wir im Jahr 2011 errichten durften, nun auch mit unserem Entwurf der St. Bartlmä-Brücke die Wettbewerbsjury überzeugt haben. Ziel unseres Konzeptes ist eine Brücke, die sich mit unaufdringlicher Formgebung harmonisch und gleichsam beruhigend in ihre pulsierende Umgebung einfügt.“

Die für Tiefbau zuständige Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider freut sich über den gelungenen Wettbewerbsentwurf, der die wasserbautechnischen Kriterien ebenso erfüllt wie die Kostenvorgaben. „Das Siegerprojekt des Teams Sigl/Gruber besticht durch die einfache, schlüssige Konstruktion und die elegante Linienführung. Die Brückenlösung wurde zur Einheit von Ingenieurbaukunst und Gestaltung optimiert.“
02. Juni 2014