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Neue Rad- und Fußwegbrücke fertig gestellt

Letztes Teilstück wurde eingehoben.
Im Rahmen des Gesamtprojektes für den Hochwasserschutz an Sill und Inn wird an der neu gestalteten Silleinmündung eine moderne Rad- und Fußwegbrücke errichtet, die die Lücken im Wegenetz entlang der Flusspromenaden schließt. Am 1. April wurde in Anwesenheit von Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer und Stadträtin Dr. Marie-Luise Pokorny-Reitter das letzte von vier Einzelteilstücken der Stahlbrücke an Ort und Stelle eingehoben.

„Mit der Einhebung der neuen Rad- und Fußwegbrücke über die Sill im Mündungsbereich in den Inn setzen wir einen der ganz wichtigen Schritte zum Abschluss dieses tollen Projektes“, betont Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer. „Damit wird wieder ein innerstädtisches Uferstück besser zugänglich und der Erholungsraum für die Innsbruckerinnen und Innsbrucker vergrößert. Ich bin überzeugt, dass nach der endgültigen Fertigstellung im Herbst 2011 alle zu Recht begeistert sein werden."

„Die neue Sillbrücke verbindet im Mündungsbereich für FußgängerInnen und RadfahrerInnen die beiden Stadtteile Reichenau und Saggen. In ihrer schlanken, kanuartigen Form weist die Brücke auf den Wassersport hin, der dort betrieben wird“, freut sich Tiefbaustadträtin Dr. Marie-Luise Pokorny-Reitter über die Fertigstellung. „Erstmals haben die Innsbruckerinnen und Innsbrucker auch die Möglichkeit, die Einmündung der Sill in den Inn unmittelbar zu erleben und den SportlerInnen in der stehenden Welle zuzuschauen. Mit diesem architektonisch hochwertigen Bauwerk schlagen wir eine Brücke von einem Stadtteil zum anderen sowie vom Hochwasserschutz zu Sport und Freizeit!“

Durchgehende Verbindung der Rad- und Fußwege
Im Süden schließt die neue Brücke an die bestehende Sillpromenade an und bildet die direkte Verbindung zu den Promenadenabschnitten entlang des Inns. Westlich werden eine Verbindung zur Ing.-Etzel-Straße und entlang des linken Sillufers ein Anschluss zur Matthias-Schmid-Straße hergestellt. Die Brücke wird damit Teil der durchgehenden Inn-Promenade mit Geh- und Radwegen.

Die Inspiration für die Stahlbrücke holten sich die Planer von der Nutzung der neuen Sillmündung für Aktivitäten des Fluss- und Wildwasserpaddelns. Die orographisch rechte Sillseite wurde als „Arena“ für den Paddelsport (mit Gefällestufe und einem nachgeordneten Tosbecken mit stehender Welle) konzipiert. Abhängig von den Wasserständen der Sill und des Inns finden Kajak- und SurfsportlerInnen in der Zeit von Mai bis Oktober an der neuen Sillmündung attraktive Sportmöglichkeiten vor. Die neue Brücke wird damit auch zum hervorragenden Aussichtspunkt auf diese sportlichen Aktivitäten.

Brücke in vier Teilen angeliefert
Die Form der Brücke ist von einem Kajak inspiriert. Der bootsförmige Querschnitt wurde im Werk der Firma Stahlbau Raffl GmbH in Steinach am Brenner als Stahlhohlkörper ausgeführt. Die pfeilerlose Brücke hat eine Stützweite von 42 Metern. Die Gesamtbreite der Brücke beträgt in Feldmitte 7,40 Meter. Die Nutzbreite für den Fuß- und Radverkehr beträgt 5,50 Meter, aufgeteilt auf einen 3 Meter breiten Gehweg und einen 2,5 Meter breiten Radweg.
Das Tragwerk wurde in vier Teilen angeliefert, über der Sill zusammengeschweißt und dabei an beiden Ufern drehbar auf Elastomere-Lagern aufgesetzt. Die außen liegenden Stahlbauteile wurden zum Korrosionsschutz – in grünem Farbton – mehrlagig beschichtet, wobei die Außenhaut der Brücke nach der Einhebung noch eine matte Einfärbung mit der RAL-Farbe „Weißaluminium“ erhält.

Schwingungstilger wirken der Trittfrequenz entgegen
Trotz eines Stahlgewichtes von rund 105 Tonnen ist die Brücke schlank und verhältnismäßig leicht konstruiert. Zwei sogenannte „Schwingungstilger“, die nach Fertigstellung des Stahlbaus vor Ort eingebaut und feinjustiert werden, minimieren die Brückenschwingung, die durch die Trittfrequenz von FußgängerInnen verursacht wird.
Zur Absturzsicherung wird ein 1,25 Meter hohes Geländer mit einfachem Handlauf montiert. Die Masten für die Beleuchtungseinrichtung des Brückenbereiches werden im Widerlagerbereich situiert. An jedem Ufer ist ein Lichtmast vorgesehen.

Die Brücke wird nach der Einhebung auf der Baustelle fertig gestellt und ist mit dem Abschluss der Arbeiten für die Gesamtanlage „Sillmündung“ ab August 2011 benutzbar.
01. April 2011