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Neue Perspektiven für das Wohnen in Innsbruck

Wohnbau-Enquete am 1. März im Rathaus
Dem Thema Wohnen und Wohnbau wird in Tirol und insbesondere im Großraum Innsbruck in den kommenden Jahren immer größere Bedeutung zukommen: Steigende Mietpreise am privaten Markt, ein knappes Angebot an nutzbaren Bauflächen und damit gestiegene Anforderungen an Planung und Stadtentwicklung sind wichtige Kernpunkte, mit denen sich Politik, Verwaltung sowie die Wohnbauträger auseinandersetzen müssen.

Um Entwicklungsmöglichkeiten und Zielsetzungen zu definieren, findet am 1. März ab 9 Uhr im Plenarsaal des Rathauses (6. Stock) eine Enquete zum Thema „Wohnbau und Wohnen in Innsbruck 2013-2025“ statt.
Im Rahmen dieser Veranstaltung sollen unter Einbeziehung der städtischen ExpertInnenarbeitsgruppe „Wohnen“ sowie externer Fachleute Denkanstöße und neue Ansätze für das weitere Handeln des Innsbrucker Gemeinderates und des Stadtsenates erörtert werden. Mehrere Leitgedanken stehen dabei im Mittelpunkt: Leistbares und gutes Wohnen, Wohnungskosten und kommunale Handlungsspielräume sowie leistbare Mietzinse.

„Ich bin stolz darauf, dass im Rahmen dieser ersten gemeinderätlichen Enquete ein für Innsbruck so wichtiges Thema gemeinsam mit ExpertInnen öffentlich diskutiert wird“, so Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer. „Ich bin davon überzeugt, dass dabei neue Impulse und Denkansätze gefunden werden, die für die EntscheidungsträgerInnen in Stadtsenat und Gemeinderat wertvolle Hilfen in Hinblick auf leistbares Wohnen und Schaffung zusätzlichen Wohnraumes darstellen werden.“

„Wohnen ist ein Grundbedürfnis der Menschen und hat daher höchste Priorität. Bei der Wohnbauenquete werden wir gemeinsam mit ExpertInnen die zukünftige Schaffung von neuem und leistbarem Wohnraum diskutieren und notwendige Rahmenbedingungen ergründen“, freut sich Mag. Lucas Krackl, Klubobmann von Für Innsbruck und Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung auf die bevorstehende Wohnbauenquete. „Der neue und konstruktive Arbeitsstil der Regierung bringt auch neue Methoden in der politischen Arbeit auf die Tagesordnung. Wir freuen uns schon sehr auf die bevorstehenden Diskussionen, deren Ergebnisse vor allem den Menschen in unserer Stadt zugutekommen werden.“

„Gerade beim Thema Wohnen sind politische Stehsätze an der Tagesordnung, denn zwischen schnell hinausposaunten Forderungen und Handlungsmöglichkeiten klaffen aufgrund der Komplexität des Themas oft Welten“, betont Gemeinderätin Mag.a Uschi Schwarzl, Klubobfrau der Innsbrucker Grünen. „Mit der wohnungspolitischen Enquete am 1. März beschreitet die junge Stadtkoalition einen neuen ernsthaften Weg. Erstmals soll die Wohnkostenfrage gemeinsam mit ExpertInnen unterschiedlichster Fachbereiche umfassend aufbereitet und dabei vor allem die Handlungsmöglichkeiten der Stadt, für leistbares Wohnen zu sorgen, ausgelotet werden. Die Ergebnisse sollen Grundstein für unsere weitere intensive Arbeit zur Mobilisierung von Bauland, Schaffung von Wohnraum und sozial ausgewogenen Wohnkostengestaltung sein.“

„Welche Möglichkeiten hat die Stadt Innsbruck, mietensenkend zu agieren? Gibt uns die Raumordnung ein Instrument, um leistbaren Baugrund für den öffentlichen Wohnbau zur Verfügung zu stellen? Welche neuen Wohnformen gibt es und sind sie für Innsbruck attraktiv? Diese und weitere Fragen sollen bei der Enquete erörtert werden und Wege zum leistbaren Wohnen in Innsbruck aufzeigen“, so Arno Grünbacher, Klubobmann der Innsbrucker SPÖ.

Interessierte BürgerInnen sind eingeladen, an der Veranstaltung im Plenarsaal nach Maßgabe der vorhandenen Plätze als ZuhörerInnen teilzunehmen – sowohl am Vormittag bei den Impulsreferaten als auch bei der Plenumsdiskussion ab 15 Uhr.

Programm und Ablauf
Am Vormittag (von 9.15 Uhr bis 12.15 Uhr) werden im Rahmen von fünf Impulsreferaten folgende Themenkomplexe von Experten vorgestellt:

- Situationsanalyse der Wohnungssituation in Innsbruck (Vortragender: Christian Zabernig, Referent Wohnungsvergabe der Stadt Innsbruck)
- Raumordnung/Widmung/Baurecht (DI Robert Ortner, Sachgebietsleiter Raumordnung beim Amt der Tiroler Landesregierung)
- Wohnbauförderung (Mag. Otto Flatscher, Leiter der Abteilung Wohnbauförderung beim Amt der Tiroler Landesregierung)
- Wohnkosten und deren Beeinflussbarkeit (Prof. Dr. Klaus Lugger, Sprecher der gemeinnützigen Wohnbauträger, Landesgruppe Tirol)
- Neue Wohnformen (Dr. Raimund Gutmann, Leiter des Institutes für Alltagskultur, Salzburg)

Am Nachmittag (ab 13.15 Uhr) treffen sich die TeilnehmerInnen der Enquete in vier Diskussionsforen, um anhand der bis dahin erörterten Sachlagen konkrete Handlungsmöglichkeiten bzw. Maßnahmen der Stadt Innsbruck im Rahmen der bestehenden landesrechtlichen Vorgaben zu erheben. Auch soll dabei die Frage im Raum stehen, welche der landesrechtlichen Vorgaben entsprechend abgeändert werden können, um die Handlungsmöglichkeiten der Stadt sinnvoll zu erweitern. Die Ergebnisse aus diesen Diskussionsrunden werden abschließend im Plenum ab 15 Uhr vorgestellt und diskutiert. Das Ende der Veranstaltung ist auf 16 Uhr angesetzt.
27. Februar 2013