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Neue „Langzeitatmer“ für Tunneleinsatz

Die Berufsfeuerwehr Innsbruck wurde mit neuen Sauerstoffgeräten ausgestattet.
Im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen der Stadt Innsbruck, den ÖBB und den Innsbrucker Feuerwehren wurden neue Sauerstoffschutzgeräte angeschafft. Am 16. August erfolgte vor dem Portal des Erkundungsstollens des Brenner-Basis-Tunnels in der Sillschlucht die Übergabe der Geräte durch Vizebürgermeister Christoph Kaufmann und Knut Volgger (Leiter des ÖBB-Bahnbetriebs in Tirol/Vorarlberg) an Bezirksfeuerwehrkommandanten Walter Laimgruber und Branddirektor Mag. Erwin Reichel von der Innsbrucker Berufsfeuerwehr.

Die speziellen Geräte, welche bei der Berufsfeuerwehr Innsbruck stationiert sind, werden vor allem in Tunneln (Südumfahrungstunnel und Erkundungsstollen Brenner-Basis-Tunnel) sowie in stark verzweigten Tiefgaragen verwendet.

Die überreichten Sondergeräte haben im Unterschied zu „normalen“ Atemschutzgeräten eine mögliche Einsatzdauer von bis zu vier Stunden.
Dabei wird die ausgeatmete Luft in einer „Kalkpatrone“ chemisch regeneriert (Bindung von CO2) und frischer Sauerstoff wird beigemischt

Der Einsatz dieser sogenannten „Langzeitatmer“ ist sehr schwierig und risikoreich. Durch lange Anmarschwege ist eine gute Einteilung der Zeit und der zur Verfügung stehenden Luft notwendig. Vor allem körperlich sind Einsätze mit den Sauerstoffschutzgeräten sehr anstrengend. Dunkelheit und teilweise verrauchte lange Anmarschwege können auch zu einem Orientierungsverlust führen. Für den Gebrauch der Langzeitatmer ist eine intensive Ausbildung nötig, welche die Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr sowie teilweise der FF Amras und FF Hötting absolviert haben.

„Solche Einsätze sind sicher Einsätze im Grenzbereich, aber die Feuerwehr der Stadt Innsbruck ist materiell durch die Kooperation mit der ÖBB hier bestens ausgerüstet und durch die Schulungen auch sehr gut vorbereitet. Dennoch hoffe ich natürlich, dass es nie zu solchen Einsätzen kommt“, so der für das Feuerwehrwesen zuständige Vizebürgermeister Christoph Kaufmann.
16. August 2011