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Neue Heimat Tirol

Gemeindeleitfaden „Wohnen im Alter“
Einen Gemeinde-Leitfaden für die Errichtung von Seniorenwohnheimen und altersgerechten Wohngebäuden in Tirol präsentierten die Geschäftsführer der Neuen Heimat Tirol (NHT), DI(FH) Alois Leiter und Prof. Dr. Klaus Lugger, am Mittwoch in Innsbruck. Die Broschüre „Wohnen im Alter“ ist ein Ratgeber für kommunale Entscheidungsträger. Sie wurde in enger Zusammenarbeit mit ExpertInnen aus dem Bau- und Pflegebereich erstellt.

Grundtenor bei allen Planungen ist dabei ein ganzheitlicher Ansatz: Die Gesamtplanung zielt auf die bauliche Ausführung am neuesten Stand der Technik bei gleichzeitiger Berücksichtigung neuester Pflegekonzepte ab. Dazu Leiter: „Im Mittelpunkt unserer Überlegungen standen immer das Wohlbefinden der BewohnerInnen sowie die Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse des im Pflegebereich besonders geforderten Betreuungspersonals“. Und Lugger weiter: „Die NHT hat in den vergangenen zehn Jahren mehr als 1.000 seniorengerechte Heim- und betreute Wohnplätze geschaffen, das entspricht fast einem Fünftel aller in Tirol derzeit verfügbaren Plätze. Dadurch konnten wir sowohl im städtischen als auch im ländlichen Raum umfassende Erfahrungen im seniorengerechten Wohnbau sammeln“.

Alles aus einer Hand

„Als gemeinnütziger Wohnbauträger bietet die NHT allen Tiroler Gemeinden und Institutionen umfassende Beratung und Unterstützung bei der Planung und Ausführung ihrer Senioren-Wohnbauprojekte“, betont Leiter: „Oberstes Ziel ist ein nachhaltiger Nutzen für das Gemeinwohl. Hand in Hand damit geht ein umfassendes Angebot zur Bewältigung der zentralen Zukunftsaufgaben in der Seniorenpolitik.“

Herausforderung für Gemeinden

Laut Lugger lassen aktuelle Bevölkerungsprognosen für Tirol erwarten, dass es bis zum Jahr 2022 um 40 Prozent mehr Menschen geben wird, die über 75 Jahre alt sind: „Da gleichzeitig die häusliche Pflege durch Angehörige immer mehr in den Hintergrund tritt, ist von einem weiteren starken Anstieg des Bedarfs an Pflege und Betreuung auszugehen. Für die Gemeinden, das Land Tirol und den Bund ergeben sich dadurch erhebliche Herausforderungen.“

Dafür sind nicht nur die Schaffung von Seniorenwohnheimen und Pflegeplätzen anzudenken. Dazu gehören auch der Ausbau der mobilen Dienste sowie die Unterstützung von Angehörigen bei der häuslichen Pflege. Etwa durch Bereitstellung von Tagespflegeplätzen und Kurzzeitpflege, aber auch durch den barrierefreien Neubau sowie die Sanierung von Bestandsgebäuden, erläutern Leiter und Lugger.

NHT-Konvention Seniorengerechtes Hausverwalten

Den besonderen Stellenwert älterer Menschen unterstreicht die NHT mit einer eigenen Konvention speziell für seniorengerechtes Hausverwalten. Ein zentraler Baustein stellen dabei rund 80 Lifteinbauten gerade im Zuge von Sanierungen älterer Bauten dar. Dazu zählen weiteres Türverbreiterungen, Haltegriffe in Sanitärräumen sowie das Angleichen des Fußbodenniveaus in der gesamten Wohnung und vieles weitere mehr.
30. Mai 2012