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Neue Fuß- und Radwegbrücken in Innsbruck

Verkehrssituation in Innsbruck soll durch neue Brücken verbessert werden.
Um die Verkehrssituation für FußgängerInnen und RadfahrerInnen in Innsbruck zu verbessern, hat das Amt für Tiefbau in Kooperation mit dem Amt für Verkehrsplanung einen Prioritätenbericht für Brücken ausgearbeitet. Eines der ins Auge gefassten Ziele ist eine Verbreiterung der viel benützten Karwendelbrücke.

„In Innsbruck braucht es neue Fuß- und Radwegbrücken über den Inn“, berichten Tiefbaustadträtin Dr. Marie-Luise Pokorny-Reitter und Verkehrsstadtrat Ernst Pechlaner im Rahmen eines Pressegesprächs: „Dadurch werden Wege verkürzt und gesichert, Stadtteile verbunden und innerstädtischer PKW-Verkehr vermieden. Mehrere mögliche Brückenstandorte in Innsbruck hat das Amt für Verkehrsplanung, Umwelt in einer Prioritätenliste als wichtig erachtet.“

Karwendelbrücke
Ganz oben auf der Prioritätenliste steht die Verbreiterung des Steges für Fuß- und Radwegverkehr bei der Karwendelbrücke. „Eine verbreiterte Fuß- und Radwegbrücke bei der Eisenbahnbrücke Karwendelbrücke wäre eine besonders wichtige Maßnahme zur Verbesserung des Fuß- und Radwegenetzes in Innsbruck“, sagt Verkehrsstadtrat Ernst Pechlaner.

„Nach Generalsanierung der Brücke und Aufrechterhaltung des Denkmalschutzes wird eine Adaptierung des Fußwegsteges innerhalb der Brückenkonstruktion auch durch die ÖBB als machbar angesehen“, weiß Stadträtin Pokorny-Reitter zu berichten: „Das Bundesdenkmalamt hat in einer ersten Stellungnahme bei einem Lokalaugenschein die Erweiterung des Stegquerschnittes auf 2,5 Meter positiv gesehen. Die Querschnittsbreite von 2,5 Metern ermöglicht die gemischte Führung des Fuß- und Radverkehrs nach den Mindestanforderungen.“ Das Tiefbauamt werde in den nächsten Tagen das generelle Projekt beauftragen. Auf dieser Grundlage werde man die Verbreiterung der Karwendelbrücke dann in den städtischen Gremien beantragen. Die Kosten würden zwischen 250.000 und 300.000 Euro betragen.

Weitere mögliche Fuß- und Radwegbrücken in Innsbruck sind eine Brücke bei der Sillmündung, eine Brücke bei der Schöpfstraße, eine Fuß und Radwegbrücke zwischen Mariahilfstrasse und Markthalle sowie eine Radwegverbindung beim Emile-Bethouart-Steg.

Brücke bei Sillmündung
Eine Brücke über den Inn bei der Sillmündung soll die Ortsteile Mühlau und Arzl an die Reichenau anbinden. Mit den bestehenden Promenaden und Radwegen beidseits des Inn würde die Brückenverbindung auch eine neue Anbindung an die Innenstadt darstellen. Weiters würde die neue Verbindung auch dem Sport-, Freizeit- und Erholungsverkehr dienen. Die Kosten für diese Brücke lägen bei ca. 1,5 Millionen Euro.

Brücke bei Schöpfstraße
Im Abschnitt zwischen Freiburger Brücke und Universitätsbrücke befinden sich eine Reihe von Bildungseinrichtungen, das Klinikgebäude und sonstige Ziele des Berufsverkehrs. Eine Fuß- und Radwegquerung des Inns ist daher in diesem Streckenabschnitt von hohem Interesse. Das Potential des Brückenstandortes Schöpfstraße liegt zur Morgenspitzenstunde bei rund 265 RadfahrerInnen pro Stunde. Die Kosten für diese Brücke lägen bei ca. 1,5 Millionen Euro.
22. März 2012