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Neubau des Wohn- und Pflegeheims Pradl

Siegerprojekt aus 64 eingereichten Entwürfen ausgewählt
Anfang der 60-er Jahre wurde das Wohn- und Pflegeheim Pradl errichtet. Inzwischen entspricht das bestehende Haus A (Pflegebereich) nicht mehr den zeitgemäßen Anforderungen eines modernen Wohn- und Pflegeheimbetriebes. Aus diesem Grund wurde der Neubau des Hauses beschlossen. In einer zweitägigen Jurysitzung unter der Leitung von Dr. Franz Danler (Geschäftsführer Innsbrucker Immobilien Gesellschaft – IIG) wurde vergangene Woche unter 64 Projekten der Entwurf der Architekten Bodamer/Faber zum Wettbewerbssieger gekürt.

„Neben dem Bau des Wohnheims Olympisches Dorf mit seinen 118 Pflegeplätzen ist der Neubau in Pradl derzeit das zweite Großprojekt für Innsbrucks Seniorinnen und Senioren“, so Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer: „Damit gewährleisten wir eine optimale Versorgung unserer älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger“.

„Das qualitativ hochwertige Angebot an lebenswerten Plätzen in den Innsbrucker Alten- und Pflegeheimen wird mit der Umsetzung des Siegerprojektes Wohnheim Pradl noch weiter verbessert“, so Sozialstadtrat Ernst Pechlaner: „Gemeinsam mit den kompetenten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ISD (Innsbrucker Soziale Dienste), die das Rückgrat der Innsbrucker Wohnheime sind, werden diese Einrichtungen zu einem Zuhause, in dem sich die Bewohnerinnen und Bewohner wohl und geborgen fühlen.“

Warum ein Neubau?
Die vorhandenen 100 Pflegezimmer im Haus A des ISD-Wohn- und Pflegeheims verfügen über keine eigenen Nasszellen und sind mit jeweils etwa 15 Quadratmetern zu klein – sieht doch der derzeitige Standard 25 Quadratmeter für ein Pflegezimmer vor. Darüber hinaus entspricht das Haus nicht mehr den geltenden bau- und feuerpolizeilichen Vorschriften. Auch die notwendige Anzahl an Tiefgaragenplätzen ist nicht gegeben. Somit kam eine sinnvolle Generalsanierung sowohl aus technischen wie auch aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr in Frage. Der Entschluss, das bestehende Gebäude durch einen Neubau an gleicher Stelle zu ersetzen, wurde gefällt.

Bereits in den 90-er Jahren wurde der Verwaltungsbereich des Wohn- und Pflegeheims und in den Jahren 2000 bis 2002 die Häuser B, C, und D generalsaniert.

Ein überzeugendes Siegerprojekt
In Abstimmung mit den Planungsstellen der Stadt Innsbruck, der Innsbrucker Sozialen Dienste (ISD) und der Architektenkammer wurde 2013 schließlich ein EU-weiter, offener Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Dabei überzeugte ein Entwurf der Architekten aus Stuttgart: „Dieses Projekt zeichnet sich durch eine hohe städtebauliche und architektonische Qualität aus, insbesondere aber durch eine sehr hohe Qualität für die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner“, freut sich IIG-Geschäftsführer Danler: „Aus diesem Grund wurde der Entwurf der Architekten Bodamer/Faber auch einstimmig zum Wettbewerbssieger gekürt.“

120 qualitative Lebensräume
Das neue Pflegeheim wird 120 Zimmer sowie eine Tiefgarage umfassen. Allen BewohnerInnen stehen ganzjährig geschützte Freibereiche in Form von Loggien zur Verfügung. Die einzelnen Pflegezimmer sind von hoher Qualität und durch eine große Raumbreite lassen sich die Zimmer differenziert möblieren. Der Neubau wird aus vier Vollgeschossen bestehen, wobei in jedem Geschoß eine Pflegestation mit ca. 30 Zimmern, den entsprechend erforderlichen Wohn- und Essbereichen sowie notwendigen Nebenräumen angeordnet sein wird. Jede Pflegestation wird außerdem in zwei unabhängige Wohngruppen mit je etwa 15 Zimmer unterteilt.

Während im Erdgeschoß ein neuer Eingangsbereich mit einer fußläufigen Anbindung an die Egerdachstraße geschaffen wird, entsteht im Untergeschoss eine Tiefgarage mit Einstellplätzen für das ISD-Menuservice sowie entsprechenden Ver- und Entsorgungsräumen.

Der Neubau in Zahlen
Die Gesamtbaukosten betragen ca. 16, 7 Mio. Euro, die Nettonutzfläche 6.400 Quadratmeter. Mit dem Rohbau soll im ersten Halbjahr 2015 begonnen werden. Das SeniorInnenhaus wird zudem im Passivhausstandard errichtet und erfüllt die Vorgaben der Wohnbauförderung.

Öffentliche Ausstellung
Eine Ausstellung aller Wettbewerbsarbeiten wird im Festsaal des Schulzentrums Pradl Ost, Siegmairstraße 1 (Eingang Festsaal von der Kranewitterstraße) gezeigt. Geöffnet ist die Schau vom 18. bis zum 26. Jänner 2014, täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr.
21. Jänner 2014