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Naturnahe Bewuchspflege der Uferböschungen

Hochwasserschutz, Ökologische Entwicklung und Erholungsraum
An drei Uferstreifen des Inns (Sieglangersteg, Karwendelbrücke und im Bereich des Finanzamtes) werden aktuell neue Wege in der Erhaltung des Hochwasserschutzes und in der Bewuchspflege beschritten: In einem Pilotversuch haben die verantwortlichen Dienststellen der Stadt Innsbruck gemeinsam mit Bund und Land Tirol eine neue Methode entwickelt, um unter größtmöglicher Schonung des Bestandes sowohl eine naturnahe Gestaltung der Uferböschung zu erzielen, als auch in diesen Bereichen den Schutz vor Hochwasser zu gewährleisten.

Feuerwehr-, Land- und Forstwirtschaftsreferent Vizebürgermeister Christoph Kaufmann, Grünraumstadtrat Mag. Gerhard Fritz und Inn-Sill-Koordinator Ing. Gerhard Dendl präsentierten am 15. Jänner gemeinsam mit Mitarbeitern der beteiligten Dienststellen einen Musterabschnitt.

Dabei wirken das Baubezirksamt des Landes sowie das städtische Forst- und Grünanlagenamt kollegial zusammen. Ein externer Experte in Sachen Gewässerökologie wurde mit der laufenden Evaluierung betraut. Der Verwalter des öffentlichen Wasserguts wurde ebenfalls in diese Maßnahmen eingebunden.

„Wir werden das Motto ‚Innsbruck an den Inn‘ sukzessive mit Leben erfüllen. Ich sehe das auch als eine Aufgabe der Verwaltung“, so Stadtrat Fritz: „Alle daran beteiligten Personen werden diese Arbeiten nach den fachlichen und ökologischen Grundsätzen optimal abwickeln.“

Im Vordergrund steht die Entwicklung des Flussraumes zu einem möglichst hochwassersicheren und stadtökologisch wertvollen sowie nutzbaren Stadtraum im Sinne des Konzeptes „Innsbruck an den Inn“ sowie die Kontrolle und Erhaltung der Hochwasserschutzbauten. „Wir sehen das Vorhaben aber auch als wesentlichen Schritt zur Weiterentwicklung unseres Personals,“ erklärte Vizebürgermeister Kaufmann: „Im Rahmen der Arbeiten werden Synergien für weitere Jahre genutzt, das zur Aus- und Weiterbildung jener Mitarbeiter dient, die künftig auch an der Sill für die Gehölzpflege zuständig sein werden.“

Die Erhaltungsmaßnahmen werden sowohl personell als auch finanziell von Bund und Land gefördert. Die Arbeiten werden Ende Jänner/Anfang Februar beendet sein.

„Wir sind darum bemüht die Bauarbeiten möglichst schonend für die AnrainerInnen und sparsam hinsichtlich der Transportenergie durchzuführen“, so Ing. Dendl. Um zielorientiert und wirtschaftlich zu arbeiten, werden weniger Transport-LKW eingesetzt, die das geschnittene Gut zu einer nahegelegenen Häcksleranlage transportieren. Dort wird das gesammelte Material schließlich abtransportiert.
15. Jänner 2013