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Damit der Start im neuen Heim von Anfang an gelingt, sollte auch auf die NachbarInnen Rücksicht genommen werden.
Damit der Start im neuen Heim von Anfang an gelingt, sollte auch auf die NachbarInnen Rücksicht genommen werden.

Nachbarschaft: aus Nebeneinander wird Miteinander

Die Natur zeigt es vor: Wenn alle Beteiligten ihren Beitrag leisten, hat ein Zusammenleben positive Auswirkungen auf jede Einzelne und jeden Einzelnen. Ganz ähnlich verhält es sich in einer Hausgemeinschaft. Tragen alle MieterInnen ihren Teil zur Gemeinschaft bei, hält die Nachbarschaft viel positives Potenzial bereit.

NachbarInnen leben Tür an Tür und teilen sich das näheste Lebensumfeld. Dieses Nebeneinander kann zum Miteinander werden und damit einen großen Mehrwert bereithalten, wenn die Nachbarschaft regelmäßig gepflegt wird. Damit NachbarInnen nicht nur als Unbekannte von nebenan gelten, sind ein respektvoller, toleranter Umgang und Rücksichtnahme erforderlich. Oft sind es die kleinen Gesten im Alltag, die die größte Wirkung haben. Einander zu grüßen, ein paar Worte zu wechseln und die NachbarInnen
zumindest ein Stück weit zu kennen, sind die Grundlage für eine Wohlfühlatmosphäre in der gesamten Wohnanlage.

„Das größte Potenzial des Zusammenlebens in einer Hausgemeinschaft ist die Vielfalt der Fähigkeiten, Interessen, Generationen und Kulturen. Durch gezielte Aktionen können wir die Mieterinnen und Mieter darin unterstützten, diese zu erkennen und zu nutzen.“

Stadtrat Andreas Wanker

Stadtrat Andreas Wanker

Tipps für ein angenehmes Miteinander

Überall dort, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenleben, treffen zahlreiche Lebensweisen und Einstellungen aufeinander. „Im Zusammenleben in einer Hausgemeinschaft trägt jede Bewohnerin und jeder Bewohner selbst Verantwortung für das eigene Wohlbefinden“, fasst der ressortzuständige Stadtrat Andreas Wanker zusammen: „Als Stadt Innsbruck können wir für Bewusstseinsbildung und entsprechende Rahmenbedingungen in den Wohnanlagen sorgen. Für ein gutes Miteinander sind die Mieterinnen und Mieter jedoch selbst verantwortlich. Diese Aufgabe können wir ihnen nicht abnehmen.“ Erleichtert wird die Aufgabe allerdings durch einige Verhaltensrichtlinien, die von Beginn an das Konfliktpotenzial minimieren.

  • Koordinierter Einzug

Wenn der Einzug so rasch wie möglich erfolgen soll, wird die Abstellfläche für Umzugswägen und weitere Fahrzeuge schnell knapp. Rücksicht aufeinander zu nehmen ist somit umso wichtiger. Wenn es keine andere Möglichkeit gibt, und Wege kurzfristig blockiert werden müssen, sollten die NachbarInnen vorab informiert werden.

  • Handwerklicher Überblick

Um die Wohnung schnell wohnlich zu gestalten, sind Handwerksarbeiten nötig. Im Sinne der guten Nachbarschaft muss hierzu auf die allgemeinen Ruhezeiten geachtet werden. Zeit und Nerven können außerdem gespart werden, wenn Handgriffe, wie das Bohren, gesammelt erledigt werden.

  • Richtiges Entsorgen

Da gerade bei einem Einzug viel Verpackungsmüll zusammenkommt, sind die vorgesehenen Müllplätze rasch überfüllt. Falls es innerhalb der Wohnanlage keine Sammelstelle für den Umzugsmüll gibt, kann dieser beim Recyclinghof Roßau (Roßaugasse 4a) abgegeben werden. Einige Firmen bieten an, die Verpackungen ihrer gelieferten Möbel und Geräte wieder mitzunehmen. Nachfragen kann sich also lohnen.

  • Überlegtes Abstellen

Vor lauter Kisten und Kartons kann es in der neuen Wohnung anfangs schon einmal eng werden. Einige davon auf den Gang zu räumen, ist jedoch keine Alternative. Denn in Stiegenhäusern und Kellergängen müssen die Fluchtwege aus Sicherheitsgründen stets frei bleiben. Gelöst werden kann das Umzugschaos, indem während des Aufbaus ein Zimmer zum vorübergehenden Abstellraum umfunktioniert wird.

  • Rücksichtsvolles Feiern

Gerade Willkommenspartys oder Einweihungsfeiern bieten die ideale Gelegenheit, um die Nachbarschaft kennenzulernen und das Eis zu brechen. Ganz generell sollte beim Feiern aber stets auf die Ruhezeit ab 22:00 Uhr geachtet werden. Steht ein Fest an, schadet es auch nicht, die NachbarInnen im Vorfeld darüber zu informieren.

  • Respektvoller Umgang

Treten trotz Rücksichtnahme und gemeinsamer Verhaltensrichtlinien Spannungen auf, lautet die goldene Regel des nachbarschaftlichen Miteinanders, diese rechtzeitig, direkt und am besten in Ruhe anzusprechen. In den meisten Fällen können Konflikte dadurch vermieden werden. Erfahren die NachbarInnen erst von der Hausverwaltung über ein Problem oder ein Fehlverhalten, ist der Ärger umso größer.