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Großer Andrang herrschte am Mittwoch Abend bei der Stadtteilkonferenz Mühlau.
Großer Andrang herrschte am Mittwoch Abend bei der Stadtteilkonferenz Mühlau.

Stadtteilkonferenz Mühlau

BürgerInnenbeteiligungsprojekt Mühlau 2020 nimmt Fahrt auf!

Mit dem Stadtteilentwicklungsprojekt „Mühlau 2020 - Wie wollen wir in Zukunft zusammen leben“ führt die Stadt Innsbruck den erfolgreichen Weg der BürgerInnenbeteiligung fort. In enger Abstimmung mit Politik und Verwaltung entsteht ein Zukunftskonzept mit Ideen und Vorschlägen. Das ehrenamtliche Engagement wird gestärkt und die soziale Teilhabe der BewohnerInnen im Stadtteil aktiviert.

Erster BürgerInnenrat in Innsbruck fand im Juni statt

Der BürgerInnenrat ist ein Beteiligungsverfahren, welches von Jim Rough (USA) entwickelt wurde. Nach dem Zufallsprinzip werden Menschen ausgewählt und eingeladen, zu einem Thema miteinander zu diskutieren. Um teilzunehmen, braucht es Alltagswissen und Alltagserfahrung.

Durch die Zufallsauswahl entsteht eine heterogene Gruppe, die Fragen diskutiert, die mit großer Sicherheit auch viele andere Menschen im Stadtteil bewegen. Zu diesen Fragen werden Thesen, Sichtweisen, Lösungsideen und Empfehlungen entwickelt. Die Ergebnisse wurden heute auf der 1. Stadtteilkonferenz vorgestellt.

Stadtteilkonferenz

Bei der Stadtteilkonferenz, die heute um 19:00 Uhr im Haus Vier Und Einzig an der Hallerstraße stattfand, wurden die gesammelten Erkenntnisse der Öffentlichkeit präsentiert, diskutiert und ergänzt. Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer sprach sich erneut für diese Art der BürgerInnenbeteiligung aus: „Wenn Personen aus dem Stadtteil zusammenkommen und gemeinsam diskutieren, ist das meist besonders zielführend. Die Einwohnerinnen und Einwohner wissen selbst am besten, was im Stadtteil wichtig ist. Das hat auch der BürgerInnenrat in Mühlau gezeigt.“

Vielfalt an Themen und Lösungsvorschlägen

Verkehr, Infrastruktur, Sozialraum & Kommunikation – Wissen über Angebote, Städtebau, AsylwerberInnen sowie teure Grundstückspreise waren die Schwerpunktfelder, die im BürgerInnenrat Mühlau am häufigsten diskutiert wurden. Dafür wünschen sich die MühlauerInnen Verbesserungen und lieferten auch erste Lösungsideen:

Lösungsansätze Verkehr

Besonders die Einhaltung der Tempolimits im Stadtteil ist den BewohnerInnen ein Anliegen. Dabei sorgen sie sich vorwiegend um die Sicherheit der Kindergarten- und Schulkinder. Hinweisschilder sowie die Kennzeichnung von Straßenübergängen würden, so die TeilnehmerInnen des BürgerInnenrats Mühlau, positiv dazu beitragen. Auch ein Parkraumkonzept für DauerparkerInnen sowie ein Lenksystem für RadfahrerInnen wurde gefordert.

Lösungsansätze Infrastruktur

Der Durchgang von der Hallerstraße nach Mühlau soll unbedingt erhalten bleiben – das fordern die StadtteilbewohnerInnen. Zusätzlich werden Investitionen in den Kinderbetreuungsbereich gefordert: Alle Kinder aus dem Stadtteil sollten einen Platz in derselben Kleinkindbetreuung haben und auch in die gleiche Volksschule gehen können. Außerdem wird eine Erneuerung der bestehenden Spielplätze gewünscht.

Lösungsansätze Sozialraum & Kommunikation – Wissen über Angebote

In Mühlau gibt es viel, allerdings würden einige nicht darüber Bescheid wissen. Ein gemeinsamer Treffpunkt, ein Ort, an dem man „Griaß di“ sagt, fehle den MühlauerInnen. Personen, die neu in den Stadtteil kommen, haben nur wenige Möglichkeiten, Anschluss zu finden. Aktionstage oder Stadtteilfeste wurden vorgeschlagen, um diese Situation zu verbessern.

Lösungsansätze Städtebau

Hierbei ist den TeilnehmerInnen des BürgerInnenrats besonders das Thema „Abfall“ ein Anliegen: Mehr Mülleimer sollen aufgestellt, mehr Gassisäckchen verfügbar sein. Außerdem wird in diesem Zusammenhang eine stärkere Bewusstseinsbildung genauso wie eine häufigere Leerung der Müllinseln gefordert.

Weiteres Vorgehen

Alle Mühlauerinnen und Mühlauer sind eingeladen, sich aktiv am Stadtteilentwicklungsprozess Mühlau 2020 zu beteiligen. Die Ergebnisse des BürgerInnenrats sowie die der Stadtteilkonferenz werden auf der Projektwebseite: muehlau.gemeinde21.org veröffentlicht. Im Herbst sind alle eingeladen in Resonanzgruppen mitzuarbeiten. Diese haben die Aufgabe die Zwischenergebnisse zu konkretisieren und in Abstimmung mit der Politik und Verwaltung Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Diese werden dann im Spätherbst in einer weiteren Stadtteilkonferenz präsentiert. (DH)