Logo Innsbruck informiert
60245721_0.jpg

Mit Ho&Ruck zurück ins Arbeitsleben

Eine Möglichkeit, im Arbeitsleben wieder Fuß zu fassen.
Seit 1984 gibt es den sozialökonomischen Betrieb Ho&Ruck in Innsbruck. Es ist dies nicht nur ein Ort des Arbeitens und des Lernens, sondern vor allem auch eine Möglichkeit zur Veränderung für langzeitarbeitslose Personen. Sozialreferent Vizebürgermeister Franz X. Gruber besuchte am 17. Jänner den Betrieb an der Hallerstraße, wo Ho&Ruck die Industrieruine einer ehemaligen Lodenfabrik in einen über 1.000 Quadratmeter großen Gebrauchtmöbelmarkt inklusive Lager, Werkstätten und Büroräumlichkeiten verwandelt hat.

„Der Betrieb Ho&Ruck ermöglicht die Wiederintegration in ein geregeltes Arbeitsleben“, so Vizebürgermeister Gruber. „Für Mitmenschen, die wieder ein geordnetes Leben führen möchten, sind eine zielführende Sozialarbeit und treffsichere Unterstützungen die beste Begleitung für diesen oft schwierigen Schritt.“

Professionelles Unternehmen mit sozialem Hintergrund
Ho&Ruck hat sich auf Transportunternehmungen spezialisiert. Übersiedelungen, Entrümpelungen oder Wohnungsauflösungen werden von den Außenteams professionell erledigt. Gut erhaltene, gebrauchte Einrichtungsgegenstände werden gerne übernommen bzw. auf Wunsch bei den KundInnen kostenlos abgeholt. Diese werden dann in der hauseigenen Werkstatt gereinigt, repariert oder restauriert, um anschließend zum Verkauf im eigenen Gebrauchtmöbel- und Flohmarkt ausgestellt zu werden. Da auf diese Weise auch zahlreiche Einzelstücke bzw. echte Raritäten von Ho&Ruck aufgelesen werden, lohnt sich ein Besuch des Marktes immer.

Ho&Ruck bietet aber vor allem Langzeitarbeitslosen und Personen mit vielfachen Problemlagen ein ideales Sprungbrett in den Arbeitsmarkt. Die Arbeit bei Ho&Ruck ist auf ein Jahr befristet – in dieser Zeit können die MitarbeiterInnen nicht nur selbstständig ihr Einkommen verdienen, sondern erleben eine wertschätzende Behandlung. Klare Strukturen helfen dabei, die eigenen Fähigkeiten kennen und einschätzen zu lernen, um nach der Zeit bei Ho&Ruck für den Arbeitsmarkt besser vorbereitet zu sein. Begleitet werden die MitarbeiterInnen von SozialarbeiterInnen, die auch bei privaten Problemstellungen (Wohnsituation, Entschuldung, Behördentermine, etc.) zur Seite stehen.

Zurzeit arbeiten 57 Menschen bei Ho&Ruck. Die Quote der WiedereinsteigerInnen ins Berufsleben liegt bei etwa 40 Prozent, im Durchschnitt arbeiten sie bei Ho&Ruck ein halbes Jahr lang. Die Voraussetzung für die Anstellung ist der Wunsch nach Veränderung sowie Interesse und Motivation. Pro Jahr werden etwa 4.000 Transportaufträge abgewickelt und circa 35.000 KundInnen entscheiden sich für einen Einkauf im Ho&Ruck-Markt.
18. Jänner 2012