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Meine Stadt. Meine Meinung.

Integration und Diversität standen im Mittelpunkt der vierten Stadt-Panel-Befragung
Regelmäßig werden im Rahmen des Bürgerbeteiligungsprojekts „Meine Stadt. Meine Meinung.“ repräsentative Befragungen zu unterschiedlichen Themen durchgeführt. Beim mittlerweile vierten Stadt-Panel im Dezember 2012 wurden insgesamt 500 InnsbruckerInnen befragt. Im Mittelpunkt stand das Thema „Integration/Diversität“.

Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer, Integrationsstadtrat Mag. Gerhard Fritz, MMag.a Barbara Traweger-Ravanelli (IMAD-Meinungsforschung), Mag.a Nicola Köfler (Integrationsbeauftragte der Stadt Innsbruck) und Reg.-Rat Wolfgang Steinbauer (Amtsvorstand Bürgerservice und Öffentlichkeitsarbeit) informierten im Rahmen eines Pressegespräches am 29. Jänner über die Ergebnisse.

Vielfalt als Chance begreifen
„Es war uns bei dieser Umfrage wichtig, dass nicht nur Integration, sondern auch Diversität thematisiert wurden“, betonte Bürgermeisterin Oppitz-Plörer. „Besonders stolz macht mich, dass nur ein Viertel der Befragten der Ansicht ist, Integration müsse in erster Linie von den Menschen mit Migrationshintergrund ausgehen – das zeigt, dass die Innsbrucker Bevölkerung sich sehr aufgeschlossen und bewusst mit diesem Thema auseinandersetzt. Trotzdem sind einige Ergebnisse für uns ein klarer Auftrag, noch mehr zur Integration und Diversität in Innsbruck beizutragen.“

„Die meisten Menschen sehen in der gesellschaftlichen Vielfalt eine Ressource, die es zu nutzen gilt“, so Stadtrat Fritz. „Gelebte Integration ist ein Garant für Frieden und eine offene Gesellschaft und wir müssen sie als Chance begreifen, uns den Herausforderungen einer globalisierten Welt besser stellen zu können. Trotz allem dürfen wir natürlich gewisse Ängste und Sorgen der Bevölkerung nicht außer Acht lassen. Hier ist die Politik gefragt, mit Initiativen wie etwa den neuen Willkommensspaziergängen oder dem interreligiösen Stadtplan eine positive Stimmung zu verbreiten und die Menschen verschiedener Kulturen näher zusammenzuführen.“

Die Ergebnisse der Befragung
Mehr als drei Viertel der befragten BürgerInnen (77,5%) empfinden die Vielfalt der Menschen, die in Innsbruck leben, als große Bereicherung. 17,9% können dem weniger zustimmen, nur 4,6% stimmen hier gar nicht zu.

Der Aussage, dass Innsbruck im Hinblick auf die Vielfalt der Menschen, die in der Landeshauptstadt leben, eine offene Stadt ist, stimmen 64,1% der Befragten (sehr) zu. Rund ein Drittel (32,7%) stimmt der Aussage weniger zu und 3,2% stimmen gar nicht zu.
Ebenso sind mehr als 6 von 10 BürgerInnen (62,2%) der Ansicht, dass es in Innsbruck genügend öffentliche Plätze für Begegnung, Kommunikation und Austausch gibt. Andererseits empfindet mehr als jede/r Dritte (37,8%) die Anzahl an solchen Plätzen als zu gering.

Im direkten Wohnumfeld haben rund ein Fünftel (19,2%) kaum Kontakt zu NachbarInnen - man grüßt sich meist nur, wenn man sich trifft. Die Mehrheit der InnsbruckerInnen hat ab und zu Kontakt zu NachbarInnen und man spricht auch miteinander, wenn man sich sieht. 12% haben recht viel Kontakt und weitere 11,4% pflegen sogar ein freundschaftliches Verhältnis.
Hinsichtlich der Probleme mit Personen aus anderen Kulturen geben 39,4% der Befragten an, dass es ihrer Ansicht nach eigentlich keine Probleme mit Menschen anderen Kulturen gibt. 30% sprechen von immer wieder kleineren Problemen mit Personen anderer Kulturen, während es für 30,6% der Befragten sowohl kleine und auch große Probleme mit Menschen aus anderen Kulturen gibt.

Auf die Frage, von welcher Seite Integrationsbemühungen ausgehen sollten, geben mehr als 6 von 10 Befragten an, dass dafür beide Seiten verantwortlich sind, sowohl „Einheimische“ als auch „Ausländer“. Mehr als ein Viertel der BürgerInnen meint, dass Integrationsbemühungen eher von ausländischer Seite ausgehen müssen und 12,9% sehen das als vermehrte Aufgabe der „einheimischen“ Bevölkerung.

Die Integrationsstelle im Stadtmagistrat ist einem Drittel der InnsbruckerInnen bereits bekannt, während zwei Drittel bisher noch nichts von dieser Einrichtung gehört haben. Das Projekt der „Willkommensspaziergänge“ wird von der Mehrheit der BürgerInnen als gute Idee empfunden (56,8%), welche auch die Integration fördert. 38,8% finden die Idee zwar gut, bezweifeln allerdings die integrative Wirkung. 4,4% finden die „Willkommensspaziergänge“ generell keine gute Idee. Selbst an solchen „Willkommensspaziergängen“ teilnehmen würden 59% der Bevölkerung. 41% meinen, dass sie eher nicht mitgehen würden.
Auf die Frage, ob man selbst an gesellschaftlichen und/oder kulturellen Veranstaltungen teilnimmt, die nicht dem eigenen Kulturkreis entspringen, geben 41,5% ein Ja an, während die Mehrheit der Bevölkerung (58,5%) keine derartigen Veranstaltungen teilnimmt.

Die Ergebnisse im Detail finden sich im aktuellen Bericht des Meinungsforschungsinstitutes IMAD auf www.innsbruckinformiert.at/meinung.

Meine Stadt. Meine Meinung.
Das Pilotprojekt „Meine Stadt. Meine Meinung.“ wurde im Herbst 2011 gestartet.
Es bietet die Möglichkeit, sich orts- und zeitunabhängig interaktiv ins Stadtgeschehen einzubringen und gliedert sich in zwei Bereiche: Die Frage der Woche und das Innsbruck-Stadt-Panel.

Mit der Frage der Woche soll regelmäßig ein aktuelles Stimmungsbild zu stadtrelevanten Themen geliefert werden. Sie kann von allen HomepagebesucherInnen beantwortet werden. Zusätzlich zu den Ergebnissen werden auch Kommentare der jeweils zuständigen PolitikerInnen veröffentlicht. Die Frage der Woche soll dazu dienen, positive und/oder negative Einstellungen der BürgerInnen von Innsbruck im Vorfeld zu erkennen, um schon früh genug ihre Meinung in politische Entscheidungen einfließen zu lassen. Im Rahmen der „Frage der Woche“ wurden bisher 58 Fragen, Ergebnisse und Kommentare des ressortzuständigen Mitglieds der Stadtregierung unter www.innsbruckinformiert.at/meinung online gestellt.

Das Innsbruck-Stadt-Panel ist ein fester Personenkreis von InnsbruckerInnen, welcher vierteljährlich zu aktuellen, die Stadt betreffenden Themen, befragt wird. Innsbrucks BürgerInnen erhalten damit die Möglichkeit, sich via Internet mit ihrer Meinung, ihren Anliegen und Ideen einzubringen.
Um den repräsentativen Charakter der Befragung, die vom Innsbrucker Meinungsforschungsinstitut IMAD durchgeführt wird, sicherzustellen, ist eine Anmeldung unter www.innsbruckinformiert.at/meinung notwendig.
Bisher wurden folgende Themen im Rahmen der ersten vier Repräsentativ-Befragungen behandelt: Allgemeine Fragen zum städtischen Lebensumfeld, Fragen zu städtischen Projekten, Mobilität, etc., Fragen zum Thema Bürgerbeteiligung, Fragen zum Thema Integration/Diversität.
29. Jänner 2013