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Mehrwegbecher für Innsbrucker Großveranstaltungen

Saubere Lösung im Sinne der Umwelt
Alljährlich bestärken rund 200 (Groß-)Veranstaltungen auf städtischen Grundflächen Innsbrucks Ruf als lebendige Sport- und Kulturstadt. Im Sinne einer umweltfreundlichen Durchführung wird nun in Zusammenarbeit mehrerer städtischer Dienststellen ein Mehrwegsystem für Trinkbecher eingeführt.
Umweltreferentin Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider und der für Straßenbetrieb zuständige Vizebürgermeister Christoph Kaufmann stellten am 11. Juni gemeinsam mit Amtsvorstand DI Josef Mühlmann (Amt für Straßenbetrieb) und Referatsleiter DI (FH) Stefan Siegele (Umwelttechnik und Abfallwirtschaft) das Projekt vor.

„Die Mehrwegbecher sind eine ideale Lösung für eine Veranstaltungsstadt wie Innsbruck“, betont Vizebürgermeisterin Pitscheider. „Es ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten: Die Veranstalter selbst sparen sich Müllgebühren, die Konsumenten erhalten eine hygienische Lösung und die Umwelt profitiert am meisten.“

„Ich bin froh, dass es uns in übergreifender Zusammenarbeit gelungen ist, dieses Projekt auf Schiene zu bringen“, so Vizebürgermeister Kaufmann. „Wir haben schon bei den Olympischen Jugendwinterspielen 2012 und zuletzt beim Boulder Weltcup 2013 mit den Mehrwegbechern große Erfolge erzielt. Bei der Vielzahl an Veranstaltungen können wir das Abfallaufkommen deutlich reduzieren, Kosten sparen und der Umwelt helfen.“

Großveranstaltungen im Vordergrund
Bei vielen kleineren Events in Innsbruck werden seitens der Veranstalter bereits seit einiger Zeit Mehrwegbecher mit großem Erfolg eingesetzt. Im Mittelpunkt des aktuellen Projektes stehen nun zehn bis zwölf Großveranstaltungen, die hauptsächlich über die Innsbrucker Stadtmarketing GmbH organisiert werden – etwa Faschingsdienstag, Bergsilvester, Stadtteilfest Anpruggen oder New Orleans Festival. Hier sollen die teilnehmenden gastronomischen Betriebe über rechtliche Vereinbarungen zur Verwendung von Mehrwegbechern verpflichtet werden.

Pro Jahr fallen in Innsbruck rund 2.000 Tonnen Gewerbemüll und 2.000 Tonnen Straßenkericht an – bei Großveranstaltungen wie dem New Orleans Festival sind es etwa bis zu zwei Tonnen. „Mit Hilfe der Mehrwegbecher können wir gut 90 Prozent der Kunststoffabfälle vermeiden“, erklärt Stefan Siegele. „Gerade Trinkbecher werden nach Gebrauch gerne einfach fallen gelassen. Mit dem Pfandsystem lässt sich das auf ein Minimum reduzieren.“
Dies hat noch weitere Vorteile: „Wo bereits Müll liegt, kommt immer noch mehr Müll dazu“, spricht Josef Mühlmann aus den Erfahrung des Amtes für Straßenbetrieb, das für die Reinigung des Stadtgebietes zuständig ist. „Je weniger Becher am Boden liegen, desto weniger werfen VeranstaltungsbesucherInnen einfach achtlos weg. Stattdessen benützen sie die bereitgestellten Mülleimer.“

Kleine Markenbotschafter
20.000 Mehrwegbecher aus hochwertigem Kunststoff werden nun seitens der Stadt Innsbruck angekauft. Die Bereitstellung, Disposition und Reinigung erfolgt über das Imster Unternehmen ISSBA, ein sozialökonomischer Verein, der Benachteiligten Arbeitsplätze bietet. Bei Veranstaltungen werden die Becher in verplombten Behältern angeliefert und nach der Veranstaltung seitens ISSBA gereinigt. Ein Pfandsystem wird im Rahmen der Veranstaltungen eine hohe Rücklaufzahl sicherstellen.

Die Haltbarkeit der Becher wird seitens der Verantwortlichen auf mindestens fünf Jahre beziffert. Im Sinne der Markenbildung werden die Becher außerdem in attraktivem Design gestaltet und so zu kleinen Markenbotschaftern der Tiroler Landeshauptstadt. Die Anschaffungskosten für die Becher belaufen sich auf 15.000 Euro.
11. Juni 2013