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Mehr als 300 Jahre Lebensfreude

Hertha Tuba, Eleonore Anderle und Edith Reiter feierten Geburtstag
Innsbruck ist ein gutes Pflaster zum Älterwerden – dies beweist allein die Tatsache, dass in der Tiroler Landeshauptstadt derzeit rund 30 Menschen leben, die ihren 100. Geburtstag bereits gefeiert haben. Drei Geburtstagskinder konnte Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer diese Woche mit einem Blumenstrauß überraschen und ihnen im Namen der Stadt zu ihrem Jubiläum gratulieren.

Lebenslanges Engagement: Hertha Tuba wurde 101
Hertha Tuba wurde am 13. August 1912 in Innsbruck geboren. Ihre Eltern waren bekannte Bergsteiger, die um die Jahrhundertwende zu den Pionieren des (Hoch-) Alpinismus zählten.

Die agile Seniorin selbst besaß eine Brennstoff-Firma. In den 1950er Jahren begegnete sie erstmals ihrem späteren Ehemann, dem verstorbenen Hofrat Prim. Dr. Johannes Tuba, der viele Jahre Primar und Direktor des von ihm mitbegründeten Landeskrankenhauses Hochzirl war.
Kinder waren dem Ehepaar zwar keine beschieden, langweilig wurde es Hertha Tuba trotzdem nie. Als Pionier im Bereich der Geriatrie setzte sich Johannes Tuba mit tatkräftiger Unterstützung seiner Ehefrau für die Entwicklung dieses medizinischen Fachbereichs in Tirol ein. Das Erbe ihres 1988 verstorbenen Mannes führte Hertha Tuba bis in jüngste Tage weiter, etwa mit der Gründung der „Dr. Johannes und Hertha Tuba-Stiftung“ oder mit dem „Dr.-Johannes-Tuba-Preis“ für besondere Arbeiten am Gebiet der Geriatrie und Gerontologie. Für ihre Verdienste wurde sie erst vorletztes Jahr vom Land Tirol mit dem Tiroler Adlerorden ausgezeichnet. Auch die Tiroler Ärztekammer würdigte ihr Engagement mit der Paracelsus Medaille.

Auch das Wandern und Konzerte zählten zu den Leidenschaften von Hertha Tuba, die bis heute die Stiegen bis in den vierten Stock zu ihrer Wohnung selbst bewältigt und das Glück hat, von einem großen und liebenden Freundeskreis umgeben zu sein. „Es geht mir einfach gut“, freute sich die bewundernswerte Jubilarin des Lebens.

Strahlende, lachende Augen: Eleonore Anderle feierte Geburtstag
Am 7. August 1913 erblickte Eleonore Andere das Licht der Welt. Anlässlich ihres 101. Geburtstags stattete auch ihr Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer einen Besuch ab. Das Geburtstagskind empfing die Bürgermeisterin mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen. „Schon vor einem Jahr war ich von diesen strahlenden, lachenden Augen beeindruckt“, freute sich die Bürgermeisterin gemeinsam mit der Tochter der Jubilarin Inge Welle und deren Cousin.

Als Grund für das hohe Alter ihrer Mutter führte Frau Wille den gesunden Lebenswandel des Geburtstagskindes an: „Sie hat abends nur eine Tasse Tee getrunken und ein Butterbrot gegessen und das Wandern war ihre Leidenschaft, noch mit 85 Jahren hat sie Wandergruppen geleitet.“

Eleonore Anderle ist in Hall aufgewachsen. Mit ihrer Familie lebte sie jahrelang im bekannten Wahrzeichen der Stadt – im Münzturm.
Beruf und Berufung fand Frau Anderle als medizinisch-technische Assistentin am Institut für Pathologie. Bis zu ihrem 65. Lebensjahr war sie hier als Chefsekretärin tätig und erhielt auch die Goldene Verdienstmedaille der Universität.

Nach Innsbruck verschlug es die stolze Hallerin erst mit über 60 Jahren, in die Nähe ihrer Schwester. Im Wohnheim fühlt sie sich nunmehr seit sieben Jahren sehr wohl. „Die qualitativ hochwertige Versorgung in Innsbruck ist hier im Wohnheim deutlich spürbar“, so Frau Wille.

Edith Reiter feierte mit 102 Jahren im Kreise der Familie
Zu ihrem 102. Geburtstag freute sich Edith Reiter über den Besuch von Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer im Beisein ihres Sohnes Gerhard und ihrer Pflegerin Elisabeth. „Es ist schön, Sie bei so guter Gesundheit anzutreffen“, begrüßte die Bürgermeisterin die Jubilarin.

Edith Reiter wurde in Urfahr bei Linz geboren, wo ihr Vater als Apotheker tätig war. Ihre Wurzeln hat die Seniorin aber in Tirol: Die Mutter stammte aus Rattenberg, der Vater aus Brixlegg. Nach Innsbruck kam sie mit ihrem Mann Dr. Vinzenz Reiter, der bis 1964 als erster leitender Staatsanwalt tätig war. Geheiratet wurde 1933 in der Stiftskirche Wilten bei Dominikus Dietrich, Innsbrucks letztem Stadtpfarrer. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor.

Zu ihren Leidenschaften zählte Frau Reiter vor allem die Berge. Mit ihrem Mann unternahm sie zahlreiche Skitouren und benutzte nie einen Skilift. Noch heute wohnt die rüstige Seniorin im Haus der Familie Reiter, das sich seit 1868 in Familienbesitz befindet, gemeinsam mit ihrer Pflegerin Elisabeth, ihrem Sohn und der Familie ihres Enkels.

06. September 2013