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Mehr als ein sicheres und warmes Bett

Notschlafstelle öffnet wieder am 15. November.
Die Winternotschlafstelle in der Trientlgasse 4 in Innsbruck ist ab 15. November geöffnet: Rechtzeitig vor Beginn der kalten Jahreszeit steht diese anonyme und kostenlose Hilfe wieder zur Verfügung, die im Jahr 2008 ins Leben gerufen wurde. „Das ist eine menschenwürdige Unterstützung für jene Mitmenschen, die durch Obdachlosigkeit an den Rand der Gesellschaft gedrängt worden sind“, sagte Soziallandesrat Gerhard Reheis bei der heutigen Besichtigung. Für Innsbrucks Sozialreferenten Vizebgm Franz X. Gruber bedeutet diese Hilfe mehr als ein sicherer und warmer Platz zum Schlafen: „Aus Respekt gegenüber jenen Menschen, die sonst in Abbruchhäusern oder Parks übernachten müssten, geht diese Tür auf.“

Ab 18 Uhr geöffnet
Die von Land und Stadt im Verhältnis 65 zu 35 finanzierte niederschwellige Einrichtung steht jederfrau und jedermann unbürokratisch ab 18 Uhr offen. Betreiber ist das Rote Kreuz, das die Nachschichten mit jeweils zwei MitarbeiterInnen betreut. Das Haus verfügt über 35 Schlafplätze in sieben Mehrbettzimmern, außerdem eine Teeküche und Duschmöglichkeit. Der fünfmonatige Betrieb bis in den April kommenden Jahres kostet insgesamt rund 100.000 Euro.

31 Menschen pro Nacht
Durchschnittlich 31 Menschen nutzen täglich diese Übernachtungsmöglichkeit: Darunter sind regelmäßig kommende Stammgäste, aber auch „Laufkundschaft“, die hier nur ein oder zwei Nächte verbringt. Im Laufe des letzten Winters wurden insgesamt 4.786 Übernachtungen in der Notschlafstelle gezählt.
15. November 2011