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Masterplan für moderne Bildungseinrichtungen

Plan der Innsbrucker Immobilien Gesellschaft (IIG) im Gemeinderat präsentiert

Über das gesamte Stadtgebiet verteilt befinden sich insgesamt 34 Schulgebäude, 29 Kindergärten, zehn Horte sowie sechs Jugendzentren der Stadt Innsbruck. Um für alle Einrichtungen einen modernen Standard gewährleisten zu können, wird ein Investitionsvolumen in den nächsten fünf Jahren von rund 86 Mio. Euro veranschlagt. Diese Summe geht aus dem von der IIG erstellten Masterplan „Instandsetzung städtischer Schulen und Kindergärten“ hervor. „Investitionen in die Bildung bzw. die der Bildung zugutekommen, sind Investitionen in die Zukunft unserer Gesellschaft. Der Sparstift wäre an dieser Stelle falsch angesetzt“, erklären Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer und der zuständige Stadtrat Ernst Pechlaner unisono.

Unterschiedliche bauliche Maßnahmen

„Im Masterplan enthalten sind bauliche Maßnahmen wie wesentliche Substanzmängel, Barrierefreiheit, Brandschutz, die thermische Hülle, Raumakustikmaßnahmen sowie die technische Gebäudeausstattung wie zum Beispiel die Heizungsanlagen oder die sanitären Einrichtungen. Dafür wurde mithilfe einer Kostenschätzung das Investitionsvolumen von rund 86 Mio. Euro errechnet. Dabei gilt es allerdings zu beachten, dass es sich bei dieser Zahl um einen Erstansatz handelt“, erklärt IIG-Geschäftsführer Dr. Franz Danler. Mögliche Schul- oder Kindergartenerweiterungen sowie eventuelle Standortzusammenlegungen sind zum Beispiel nicht enthalten.

Von der hochgerechneten Gesamtsumme des erforderlichen Investitionsbedarfs von rund 86. Mio. Euro fällt knapp die Hälfte (48,1 Prozent) auf die Sanierung der technischen Gebäudeausstattung ab. Ebenfalls kostenintensiv sind die notwendigen Arbeiten an den thermischen Gebäudehüllen mit knapp über 40 Prozent Kostenanteil.

Für die laufende Instandhaltung der Einrichtungen, wie zum Beispiel die Erneuerung von WC-Anlagen oder allfällige Malarbeiten, investiert die Stadt Innsbruck laufend: Jährlich wird dafür rund eine Million Euro in die Hand genommen.

Übersichtliche Datenbank

Um die Kostenschätzung überhaupt vornehmen zu können, müssen die Daten aller Objekte erfasst und gesammelt werden. Dies geschieht in einer Gesamtdatenbank, aus der sich ohne großen Aufwand unterschiedliche Daten wie zum Beispiel Kennzahlen, Schülerzahlen, Ergebnisse der Feuerbeschauten und ähnliches abstrahieren lassen. Für jedes Objekt kann so bei Bedarf ein Gebäudestammblatt erstellt werden.

Geplante Großinstandsetzungen

Kürzlich wurde das Ergebnis des ersten fertiggestellten SINFONIA-Projekts präsentiert: Die VS Siegmair wurde dabei um rund 2,8 Mio. Euro saniert. Zukünftig stehen im Zuge dieses EU-Projekts zwei weitere Großinstandsetzungen an: Die zweitgrößte Volksschule Innsbrucks, die VS Angergasse, wird aufgrund der Größe sowie dem allgemeinen Bauzustand noch in den Jahren 2016/2017 saniert. Auch die VS Neu-Arzl, deren Sanierung etappenweise bereits läuft, wird bis 2017 fertiggestellt. Für diese beiden Projekte werden Kosten von rund 5,8 Mio. Euro kalkuliert. (DH)