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Bewusstsein schaffen für Innsbrucks Luft- und Lebensqualität

Die Lebensqualität in der Tiroler Landeshauptstadt ist – unbestritten – eine sehr hohe. Umweltschutz und Nachhaltigkeit spielen auch in der Innsbrucker Stadtpolitik eine tragende Rolle: Im Jahr 2014 konnten bereits viele energieeffiziente und umweltschonende Maßnahmen umgesetzt werden, und auch im neuen Jahr sind weitere nachhaltige Projekte vorgesehen. Besonders gilt es, ein Bewusstsein für die Luftbelastung in Innsbruck zu schaffen.

Feinstaub und NO2

Auf Grund des Immissionsschutzgesetzes Luft wird sowohl Feinstaub (PM 10) als auch Stickstoffdioxid (NO2) durch das Land Tirol an zwei Innsbrucker Messstellen gemessen. Diese befinden sich einerseits in der Fallmerayerstraße im Stadtzentrum sowie in der Andechsstraße im Stadtteil Reichenau. Obwohl der Begriff „Feinstaub“ üblicherweise mit den Abgasen von Verkehrsmitteln in Verbindung gebracht wird, ist der Hauptverursacher hierfür der Hausbrand. Laut einer Statuserhebung von 2002 macht er rund 41% der Feinstaubbelastung aus – der Verkehr nimmt jedoch immer noch stolze 26% daran ein. Anders als beim Feinstaub sind Autoabgase jedoch hauptverantwortlich für die NO2-Belastung in der Landeshauptstadt.

Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider erklärt: „Ein verantwortungsvoller Umgang im Alltag kann die Schadstoffbelastung der Luft bereits deutlich verringern – beispielsweise durch die Gründung von Fahrgemeinschaften. Auch ein bewussteres, Sprit sparendes Fahren trägt wesentlich dazu bei, die Umwelt zu schonen und die Luftqualität in unserer Landeshauptstadt hoch zu halten.“

Sensibilisierung der Bevölkerung

Obwohl in den letzten Jahren eine Verbesserung hinsichtlich der Schadstoffkonzentrationen zu verzeichnen ist, ist es wichtig, die Bevölkerung noch weiter zu sensibilisieren, was die Luftbelastung in der Landeshauptstadt betrifft. Dass umwelt- und energieschonende Maßnahmen durchaus fruchten, zeigen auch die letzten Messwerte: Nachdem der EU-Langzeitgrenzwert über mehrere Jahre hinweg überschritten wurde, wurde dieser im Jahr 2014 an beiden Messstellen eingehalten. Der – strengere – IG-L Grenzwert wurde jedoch an der Messstelle Fallmerayerstraße überschritten.

Nachhaltige Maßnahmen für eine saubere Luft

Um die Schadstoffbelastung zu verringern, wurden bereits einige umweltschonende Maßnahmen in Innsbruck erfolgreich umgesetzt. Ein wichtiges Anliegen der Stadtregierung ist der Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes, etwa durch den Ausbau von Busspuren, verbunden mit einer Qualitätsverbesserung der öffentlichen Verkehrsmittel. Das Mammutprojekt „Tram/Regionalbahn“, das bis 2020 eine direkte Schienenverbindung von Rum bis nach Völs schafft, ist richtungsweisend für ein erfolgreiches öffentliches Verkehrskonzept. Ebenso stellt der Ausbau von Geh- und Radwegnetzen eine wesentliche Maßnahme dar, um Mobilität ohne Luftverschmutzung bieten zu können.

Vorsicht, laufender Motor!

Wer im Stadtverkehr nicht auf seinen PKW verzichten möchte, sollte insbesondere darauf achten, den Fahrzeugmotor nicht länger als unbedingt nötig laufen zu lassen. Dies ist auch im Kraftfahrgesetz (§ 102 Abs. 4 KFG) geregelt: Das Laufenlassen des Motors im Stand stellt eine vermeidbare Luftverunreinigung dar und ist daher verboten. Per Gesetz ist klar definiert, dass FahrzeuglenkerInnen „nicht ungebührlichen Lärm, ferner nicht mehr Rauch, üblen Geruch oder schädliche Luftverunreinigungen verursachen [dürfen], als bei ordnungsgemäßem Zustand und sachgemäßem Betrieb des Fahrzeuges unvermeidbar ist.“

Hausbrand: Luftverschmutzer Nummer eins

Doch nicht nur durch einen verantwortungsvollen Umgang im Straßenverkehr kann die Luftqualität in Innsbruck verbessert werden. Auf Platz eins der städtischen Luftverschmutzer steht der sogenannte Hausbrand durch unsachgemäße Holzverbrennung. Wer ein paar grundsätzliche Dinge dabei beachtet, kann jedoch maßgeblich zur Verminderung der umweltschädlichen Schadstoffe beitragen – und zudem spart richtiges Heizen bares Geld. Am besten eignet sich zum Heizen unbehandeltes, trockenes Holz. Zünden Sie das Brennmaterial von oben nach unten an und achten Sie besonders auf eine gute Luftzufuhr: Der Ofen sollte erst geschlossen werden, wenn sich eine vollständige Glut gebildet hat. Um größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, wird überdies eine regelmäßige Wartung des Gerätes empfohlen. (KS)