Logo Innsbruck informiert

Innsbruck: Ein Lebensraum zum Wohlfühlen

„Innsbruck ist eine der lebenswertesten Städte Österreichs, deswegen ist es wichtig, nicht nur den dringend benötigten Wohnraum zu schaffen, sondern auch Lebensraum zu kreieren, der ein Leben mit allen Facetten möglich macht“, erklärt Stadtrat Ernst Pechlaner ergänzend zu der am Montag präsentierten beeindruckenden Wohnbau-Bilanz in Innsbruck.

Eine ganzheitliche Förderung, kompetente Bildung und verlässliche Betreuung wird seitens der Stadt in 27 Kindergärten (KG) – mit dem Neubau in Kranebitten sind es bald 28 – 21 Volksschulen, zehn Neuen Mittelschulen, zwei Sonderschulen und einer Polytechnischen Schule angeboten. Über die Pflichtbetreuung hinaus wird mit dem Angebot der Nachmittags- und Ferienbetreuung die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtert. 

Gut aufgehoben, auch am Nachmittag

Insgesamt rund 600 SchülerInnen werden in den zehn städtischen SchülerInnenhorten betreut. 58 PädagogInnen sorgen für Unterstützung beim Lernen und gestalten die Freizeit mit ihren Schützlingen qualitätsvoll und abwechslungsreich. Die Horte der Stadt verstehen sich als familienergänzende Bereiche. Um die Begabungen der Kinder gezielt zu fördern, wird das Betreuungs- und Förderangebot kontinuierlich ausgebaut. Erst im April wurde so etwa ein Qualitätshandbuch für städtische SchülerInnenhorte präsentiert. In einem zweijährigen Prozess erarbeiteten es die Hort-MitarbeiterInnen. Das Buch geht vom Grundsatz „von der Basis, für die Basis“ aus. Alle MitarbeiterInnen konnten ihre Erfahrungen, ihr Wissen und ihre Kompetenzen einfließen lassen. Mithilfe des Qualitätshandbuches werden die pädagogische Arbeit und die Vermittlung des Bildungsauftrages auf eine professionelle Grundlage gestellt und es wurde ein für alle Einrichtungen verbindlicher Rahmen für Bildung und Erziehung geschaffen.

In den Weihnachts- und Osterferien haben zwei Schülerhorte für Kinder, die während des Jahres einen Hort besuchen, geöffnet. In den Semesterferien sind alle Schülerhorte geöffnet. Während der Sommerferien sind vier Schülerhorte offen. Alle Schülerhorte bieten einen Mittagstisch an.

Eine sinnvolle und verlässliche Nachmittagsbetreuung in Tagesheimen bieten 20 von 21 Volksschulen, beide Sonderschulen und acht von zehn Neue Mittelschulen an. Mit kompetenter Lern- aber auch abwechslungsreicher Freizeitbetreuung unterstützen die LehrerInnen Innsbrucker Familien. Alle Tagesheime bieten einen Mittagstisch an.

Nicht nur die Quantität sondern besonders auch die Qualität des Betreuungsprogramms ist entscheidend. Zahlreiche positive Rückmeldungen zeigen, dass wir mit dem städtischen Angebot auf dem richtigen Weg sind.

Stadtrat Ernst Pechlaner

Stadtrat Ernst Pechlaner

Ferienzeit ist keine betreuungslose Zeit

Damit die Kinderbetreuung in der Ferienzeit für berufstätige Eltern nicht zum Stressfaktor und zur familiären Zerreißprobe wird, bieten in Innsbruck sowohl Horte als auch Tagesheime Sommerbetreuung an. Dafür ist lediglich eine Anmeldung notwendig, auch die Kosten sind im Rahmen. Insgesamt neun Kindergärten, vier Schülerhorte und zwei Tagesheime sind im Sommer geöffnet.

Während der ersten sieben Ferienwochen haben die städtischen Horte Angergasse, Domanigweg, Kaysergarten und Kinder am Tivoli von 07:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Die Kosten belaufen sich pro Woche auf 25 Euro, für die Verpflegung sind pro Mittagessen 3,50 Euro zu bezahlen.

Für Schulkinder von städtischen Pflichtschulen bieten auch das Tagesheim Volksschule Innere Stadt (Angerzellgasse 12) und Volksschule Reichenau (Wörndlestraße 3) von 13. Juli bis 28. August, jeweils Montag bis Freitag von 07:00 bis 18:00 Uhr, Ferienbetreuung an. Pro Kind und Woche sind 25 Euro zuzüglich 4,20 Euro pro Mittagessen zu bezahlen.

Darüber hinaus werden die Räumlichkeiten des Kindergarten Igls für den „Kindersommer Igls“ zur Verfügung gestellt. Damit wird in Innsbruck flächendeckend eine geregelte Ferienbetreuung angeboten. 

Positive Effekte für die Kleinsten

Im Jahr 2014/15 wurde im KG Innerkoflerstraße und im KG Wilten-West der Versuch gestartet, eine Gruppe für Kinder unter drei Jahren einzuführen. In beiden Betreuungseinrichtungen wurde der Versuch sehr gut angenommen und als Bereicherung erlebt. Ein positiver Aspekt im pädagogischen Alltag ist neben dem ganz individuellen und ausgewogenen Zeitrahmen für jedes einzelne Kind auch das Sozialverhalten. Hier hat sich gezeigt, dass Kinder die erst im Frühjahr drei Jahre alt werden von Kindern die bereits im Herbst drei wurden sehr profitieren und über Beobachtung und Nachahmung lernen.

Insgesamt werden sieben Kindergärten alterserweitert geführt. In den alterserweiterten Gruppen werden jeweils fünf Kinder unter drei Jahren gemeinsam mit den älteren betreut.

Die pädagogischen Konzepte sind neben dem BildungsRahmenPlan in die einzelnen Konzeptionen der jeweiligen Kindergärten eingebettet:

Im KG Innerkoflerstraße steht etwa die ganzheitliche Bildung im Vordergrund. Als wichtigste Lernform wird das Spiel in Zusammenhang mit verschiedenen Sinneserfahrungen gesehen. Die Interessen und Bedürfnisse der Kinder bieten Orientierung für die pädagogische Planung. Diversität und Vielfalt haben ihren Platz und spiegeln sich auch im pädagogischen Alltag wieder.

Der KG Wilten-West vereint innovative Ansätze und bewährte Traditionen. Vorrangig steht hier das Spiel als kindgerechte Form des Lernens im Vordergrund. (AA)

Ein Büroeröffnung mit viel Kindergelächter

Rund 300 m2 barrierefreie lichtdurchflutete Fläche steht für das Service von Frauen im Brennpunkt sowie des Dachverbandes Selbstorganisierte Kinderbetreuung ab sofort zur Verfügung. Kindergelächter aus dem einen, angeregte Erwachsenengespräche aus den anderen Räumen - bei der Neueröffnung des Büros am Innrain 25 wurde im April umgesetzt, wofür der 1986 gegründete Verein steht: qualitativ hochwertige, liebevolle und professionelle Kinderbetreuung. Aber Frauen im Brennpunkt verändert sich nicht nur räumlich, auch das Angebot wurde 2015 erweitert. Mit dem FrauenBerufsZentrum Tirol stehen nun Beratungsangebote inklusive Workshops für arbeitssuchende Frauen in Innsbruck und im Tiroler Unterland zur Verfügung. Frauen im Brennpunkt ist mit rund 100 Mitarbeiterinnen einer der größten Frauenbetriebe in Tirol.