Logo Innsbruck informiert
919247128_0.jpg

Kunstreiches Crossover

Karin Ferrari präsentiert in der Galerie im Andechshof ihre Ausstellung "Über die Zweiheit".
Die Andechsgalerie präsentiert in ihrer April-Ausstellung aktuelle Arbeiten der jungen Künstlerin Karin Ferrari. Ihre Ausstellung „Über die Zweiheit“ wurde am 3. April von Mag.a Natalie Pedevilla (Kulturamt) eröffnet und zeigt große, hochformatige Malerei, die durch ihre Farbgewalt und Vielseitigkeit besticht. Zur Ausstellungseröffnung machte Karin Ferrari gemeinsam mit Napalm eine Sound/Visual-Performance, die einen weiteren Aspekt ihres künstlerischen Schaffens veranschaulichte.
Auf die Ausstellung stimmte Janina Falkner (Kuratorin, MAK-Sammlung) ein.

Die Ausstellung
Formal arbeitet die Künstlerin im zweidimensionalen Feld visueller Kunst, sowohl analog als auch digital. Malerei, Zeichnung, Collage, Video und Visuals sind dabei ihre bevorzugten Ausdrucksformen. Inhaltlich wendet sich Ferrari in der aktuellen Ausstellung dem Thema „Zweiheit“ zu. Als ein Kernerlebnis nennt sie den Konflikt zwischen Denken und Fühlen und das Wagnis, darüber hinaus zu gehen. Dualität im weitesten Sinne zieht sich als konstitutive Konstante durch viele Bereiche: die Spannung Gefühl-Verstand, die moralische gut-böse Polarität, der biologische Ablauf der Mitose, im Digitalen der Binärcode und der alltägliche Dialog mit dem Gegenüber. Deshalb auch Ferraris Vorliebe fürs extreme Hochformat, deren vertikale Achse den Kraftaustausch zwischen Oben und Unten beschwört.

Die freie Kuratorin und Kritikerin Diana Baldon ortet Ferraris Arbeiten im Bereich der Improvisation, und erkennt in ihren Arbeiten viele Facetten des Abstrakten, wobei verschiedenste Malstile miteinander verbunden werden. Baldon fasziniert dabei vor allem ihre Spontanität und Begeisterung, mit denen die Künstlerin Gemälde, Zeichnungen und Collagen zu energievollen farbreichen Bildern verbindet: Die mit Abdeckband, Grafit und Kohle erzeugten grafischen Linien werden durch flimmernde atmosphärische Effekte von Farbfeldern aufgelockert, die mit kreidigen Pastellen, Öl- und Acrylfarben angelegt sind.

Die Künstlerin
Karin Ferrari wurde 1982 in Meran geboren und studierte Malerei, sowie Kunst- und Kulturwissenschaften an der Akademie der bildenden Künste Wien (2008 Abschluss mit Auszeichnung). Von 2008 bis 2010 war sie als kuratorische Assistentin (Special Projects Design) am MAK-Österreichisches Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst tätig und arbeitet seit 2011, neben ihren eigenen Kunstprojekten, als Assistentin der Philosophin und Künstlerin Elisabeth von Samsonow. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Wien und Innsbruck.
04. April 2013