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Kunstförderung der Stadt für Ivana Marjanović

Stipendium um 4000 Euro.
Die Kunst zu unterstützen ist der Stadt Innsbruck ein wichtiges Anliegen. Gemeinsam mit dem Künstlerhaus Büchsenhausen fördert sie deshalb alljährlich talentierte Künstlerinnen und Künstler. Dieses Jahr ging das mit 4000 Euro dotierte Stipendium an Ivana Marjanović. Am 6. Oktober überreichten Ao. Univ.-Prof. Dr. Patrizia Moser, Kulturamtsleiter Horst Burmann und Leiter des Künstlerhauses Büchsenhausen Andrei Siclodi die Förderung an die junge Künstlerin.

Das Fellowship-Programm
Seit dem Frühjahr 2003 findet das Internationale Fellowship-Programm für Kunst und Theorie im Künstlerhaus Büchsenhausen statt. Zwei Jahre später – im Jahr 2005 – entschloss sich die Stadt Innsbruck, dieses Programm mit einem jährlichen Arbeitsstipendium über 4000 Euro zu unterstützen. Dem Programm liegt die Idee zugrunde, vor Ort einen Produktions- und Diskussionskontext zu generieren, in dem KünstlerInnen und TheoretikerInnen überregionale Kunst- und Gesellschaftsdiskurse mit lokalen Themen in Zusammenhang bringen und reflektieren. Gleichzeitig wird die Möglichkeit eines künstlerischen Experimentierlabors gewahrt, wodurch Neues ausprobiert werden kann.

Die Fellows werden nach einem offenen Bewerbungsverfahren von einer Fachjury ausgewählt. Sie kommen für einen Zeitraum von zwei Semestern nach Büchsenhausen, wo sie am eingereichten Projekt arbeiten und diesen Prozess in öffentlichen Veranstaltungen diskursiv begleiten.

Ivana Marjanović: Künstlerischer/kultureller Ungehorsam
Ivana Marjanović, geb. 1979, ist freiberufliche Kulturschaffende im Bereich zeitgenössischer Kunst und Theorie, Mitbegründerin der Galerie Kontekst in Belgrad und Mitglied von einigen künstlerischen Kollektiven in Belgrad und Wien. Derzeit ist sie Doktorandin und Gastlektorin an der Akademie der bildenden Künste Wien.

In Büchsenhausen plant Ivana Marjanović die Erarbeitung eines Projekts, in dessen Mittelpunkt die Schnittstelle zwischen Kunst und politischem Leben sowie die an dieser Schnittstelle entstehenden Möglichkeiten stehen sollen. Als Bezugsrahmen für ihre künstlerische Forschungsarbeit dient der Raum Ex-Jugoslawien, genauer Serbien, sowie Österreich und generell Europa nach 1989. Darüber hinaus beleuchtet das Projekt die Denaturalisierungsprozesse dieser Gesellschaftsformationen, sozialen Ungehorsam, Gegenverhalten, soziale und künstlerische/kulturelle Auseinandersetzungen, Räume für Allianzen und transnationale Kollaboration.

Frühere StipendiatInnen der Stadt Innsbruck im Rahmen des Internationalen Fellowship-Programms für Kunst und Theorie im Künstlerhaus Büchsenhausen:

2010 Susanne Martha Winterling
2009 Michael Hieslmair
2008 Lieven de Boeck
2007 Ursula Hansbauer & Wolfgang Konrad
2006 Alison Gerber
2005 Evren Uzer & Otto von Busch
10. Oktober 2011